Was bedeutet es, wenn sich Oshun, Orisha der Feminität und des Süßwassers in einem Cis-Mann manifestiert oder Oshóssi, Orisha der Jagd, in einer Cis-Frau? Ist Logunedé, weil er sich teils wie sein Vater Oshóssi und teils wie seine Mutter Oshun kleidet, genderfluid? Hat Trance
etwas mit transgender Identität zu tun? Kann ich mich mit Iroko, Orisha der Anzestraliät, identifizieren?
Gedreht 2024 in Salvador da Bahia im Nordosten Brasiliens, beleuchtet der Film Trance und Gender im interkulturellen Dialog. Basis ist das Projekt Eu/meus Orixás (2024), eine von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg / Internationaler Kulturaustausch geförderte Forschung von Ingrid Hoelzl in der afrobrasilianischen Candomblé-Religion. Der Film verwebt Performances in Candomblé Tempeln und im Iroko-Baum mit Video- und Audiointerviews mit Initiierten und Tempelvorsteher:innen. Das Resultat ist in eine persönliche, transkulturelle Annäherung an Mediunität und Genderidentität, Anzestralität und Tod. Das Alabama Kino zeigt den Film als Europa-Premiere erstmals mit deutschen Untertiteln.
Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen der Regisseurin und Performerin, Ingrid Hoelzl und Isabel von Holt, Postdoc am Institut für Liberal Arts & Sciences, statt. Moderation: Luziara Hatje Karjalainen, MA-Studentin am Zentrum für Lateinamerika-Studien. Grußworte: Silvia Schmidt, Bezirksabgeordnete der SPD in Hamburg Nord. Veranstaltet in Kollaboration mit dem Institut für Liberal Arts & Sciences und dem Zentrum für Lateinamerika-Studien der Universität Hamburg.