Kostenlose Veranstaltung
Dienstag, 10. November 2026
19:00 – 20:30
Film, Koloniale Spuren – Dekoloniale Praktiken, Podiumsgespräch
Veranstaltungsort: Lichtmeß Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
Es ist keine Anmeldung nötig
Content Note: Rassismus, Ausgrenzung
Wer wird als selbstverständlich zugehörig anerkannt und wem wird diese Zugehörigkeit immer wieder abgesprochen? Welche Spuren hinterlässt Rassismus in familiären Beziehungen? Und wie können Menschen den Bildern und Erwartungen anderer ihre eigenen Geschichten entgegensetzen?
Im Kurzdokumentarfilm „Unser Name ist Ausländer“ (2024, 21 Min.) bringt Sêlîn Besili gemeinsam mit den Geschwistern Hêlîn, Firat und Serhat das Wohnzimmer der Familie in den öffentlichen Raum. Mit Teppich, Sofa und Çay schaffen sie einen Ort für ihre Erzählungen. Die vier sind in einem Dorf in der Zentralschweiz aufgewachsen. Sie setzen sich mit Rassismuserfahrungen und den unterschiedlichen Umgangsweisen damit auseinander. Dabei stehen Wut und Verletzlichkeit ebenso im Raum wie Verbundenheit und Widerstand.
Der Film eröffnet eine persönliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen: Wie wirken rassistische Zuschreibungen in den Alltag hinein? Was bedeutet es, die eigene Geschichte zu erzählen und dabei selbst zu bestimmen, was sichtbar wird?
Im anschließenden moderierten Gespräch greifen wir diese Fragen auf. Wir sprechen über Rassismus als gesellschaftliches Verhältnis, über Zugehörigkeit und Selbstbestimmung sowie über die Möglichkeiten filmischen Erzählens. Gemeinsam mit unseren Gäst*innen und dem Publikum möchten wir darüber nachdenken, wie rassistische Vorstellungen von Zugehörigkeit hinterfragt und verändert werden können. Fragen und Eindrücke sind willkommen; niemand muss persönliche Erfahrungen teilen.