Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Kriegsaltlasten im Wandel der Zeit. 1946-2026 vom Bombenräumkommando zum Kampfmittelräumdienst“.
Auch mehr als acht Jahrzehnte nach der Operation Gomorrha sind die Altlasten des Zweiten Weltkriegs noch nicht beseitigt. Schätzungen gehen davon aus, dass noch immer rund 2.500 nicht detonierte Bomben in Hamburgs Untergrund liegen. Im Rahmen von Baumaßnahmen aller Art werden immer wieder Blindgänger gefunden. Im Zuge einer teils als historisch zu bezeichnenden Forschung werden Blindgänger mit ausgeklügelten und aufwendigen Verfahren ausfindig gemacht, sodann von hochqualifizierten Fachleuten entschärft oder gesprengt. Die Referatsleiterin Gefahrenerkundung Kampfmittelverdacht bei der Feuerwehr Hamburg, Annica Sewzyk, stellt in ihrem Vortrag vor, wie Hamburgs Spezialisten mit detektivischer Präzision und modernster Technik Bombenblindgänger aufspüren. Sie beleuchtet die aufwendige Recherchearbeit anhand historischer Kriegsluftbilder und Archivalien, die vor jedem Bauprojekt durchgeführt wird. Anhand eindrucksvoller Bildbeispiele wird gezeigt, wie ihr Referat systematisch Verdachtsflächen bewertet und so für Sicherheit sorgt – lange bevor ein Kampfmittel überhaupt entdeckt oder entschärft wird.
Hinweis: Für den ungehinderten Zugang zum Universitätsgelände halten Sie bitte einen Lichtbildausweis bereit.
Laufzeit der Ausstellung: 29.09.-23.10.2026
Öffnungszeiten:
Mo-Do: 9-16 Uhr
Fr: 9-14 Uhr
An Feiertagen geschlossen
Der Eintritt ist frei!