Johann Sebastian Bachs Motette Komm, Jesu, komm BWV 229 eröffnet den Abend als inniges Gebet um Ruhe und Erlösung. Sein Sohn Johann Christoph Friedrich Bach antwortet mit dem empfindsamen Ich lieg und schlafe Wf XV:1, das das Vertrauen des Menschen in Gottes Schutz zum Ausdruck bringt.
Mit Brahms’ Warum ist das Licht gegeben op. 74,1 erklingen existentielle Fragen nach Leid und Sinn, während Knut Nystedts Immortal Bach Bachs Choral Komm, süßer Tod in zeitlose Schwebe überführt. György Ligetis Nacht und Morgen schließlich lässt in faszinierenden Klangschichten Dunkel und Licht aufeinandertreffen.
Den Abschluss bildet die Motette Lobet den Herrn, alle Heiden BWV 230 – ein Lobgesang, der die Spannweite zwischen Erde und Himmel in jubelnder Bewegung vereint.