UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee Naturschutz und Tourismus im Einklang

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Der Schaalsee und elf weitere Gewässer wurden im Jahr 2000 zum UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee gekürt. Die grüne Oase befindet sich auf halber Strecke zwischen Hamburg und Schwerin.

Natur pur zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

Der 14 Kilometer lange Schaalsee verbindet Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und teilt sich in den schleswig-holsteinischen Naturpark Lauenburgische Seen und das mecklenburgische Biosphärenreservat Schaalsee. Mit bis zu 72 Metern ist der Schaalsee der tiefste Klarwassersee Norddeutschlands.

Zur Zeit der Deutschen Teilung verlief die Grenze zwischen BRD und DDR durch den Schaalsee. Deswegen und weil die Region generell etwas abgeschieden liegt, fühlen sich hier besonders viele Tiere wohl. Unter anderem brüten jedes Jahr hunderte oder sogar tausende Kraniche in der Seenlandschaft, selbst gewordene Tiere wie Seeadler, Eisvögel, Seeotter und Rotbauchunken können hier ungestört leben. Im Herbst rasten tausende Zugvögel in der Seenlandschaft. Deswegen wurde der Schaalsee im Jahr 2000 um UNESCO-Biosphärenreservat erklärt und weite Teile der Region sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen, was die wirtschaftliche Nutzung und Freizeitaktivitäten nicht ausschließt, aber ein erhöhtes Maß an Rücksichtnahme von seinen Besucher:innen erfordert. Das kostenfreie Informationszentrum PAHLHUUS in Zarrentin bietet zahlreiche Informationen über die Landschaft und touristische Angebote.

Baden trotz UNESCO-Schutz erlaubt

Der Schaalsee verfügt über eine ausgezeichnete Wasserqualität. Wegen des Schutzstatus darf nicht überall gebadet werden, es gibt jedoch zahlreiche ausgewiesene Badestellen, etwa in Groß Thurow, Techin, Lassahn, Großzecher, Seedorf und Dargow. In Zarrentin gibt es zudem ein Strandbad mit kleinem Imbiss-Restaurant und großzügigem Spielplatz. Rund um den See stößt man immer wieder auf urige Fischbuden, in denen die vielen lokalen Speisefische zubereitet werden.

Mit seinen 72 Metern ist der Schaalsee einer der tiefsten Seen Deutschlands, deswegen ist er etwas kälter als die umliegenden Gewässer. Etwas wärmer sind die umliegenden, kleineren Seen – etwa der Röggeliner See, der Mechower See, der Goldsee, der Neuenkirchener See und der Pipersee, an denen ebenfalls gebadet werden darf.

Rund um den Schaalsee führen 150 km ausgewiesene Rad- und Wanderwege durch Feuchtwiesen, Felder und Wälder. Oftmals sind die Wege sehr naturbelassen, bei nassem Wetter können hier Pfützen entstehen, die Radfahrer:innen zum Absteigen und Schieben zwingen. Das UNESCO-Biosphärenreservates Schaalsee verkauft online und im Zarrentiner PAHLHUUS eine Rad- und Wanderkarte für weniger als 3 Euro. Im PAHLHUUS können außerdem Fahrräder, E-Bikes und Fahrradkinderanhänger ausgeliehen werden, andere Verleihstationen gibt es an mehreren Orten rund um den Schaalsee.

Wassersport rund um den Schaalsee

Ebenso wie das Baden ist das Bootfahren nur eingeschränkt erlaubt; befahren darf man den See nur mit einer limitierten Anzahl registrierter Boote. Ortsfremde Boote sind hier ebenso weniger erlaubt wie Stand-up-Paddling-Boards und Surfbretter. Es gibt jedoch mehrere Verleihstationen für Kanus und Segel-, Tret- und Ruderboote. Es finden zudem Rundfahrten auf dem Schaalsee statt, die auch ein Frühstück oder Abendessen enthalten können.

Im Schaalsee leben 31 Fischarten, darunter sind auch beliebte Speisefische wie Aal, Maräne, Hecht und Brasse. Geangelt werden darf allerdings nur vom Boot und dafür vorgesehenen Plätzen aus, zudem ist der Besitz einer Angelkarte Voraussetzung. Tourist:innen können einen befristeten Fischereinschein erwerben.

Rund um den Schaalsee liegen mehrere Hotels und Gasthäuser, außerdem zwei Campingplätze und zahlreiche Restaurants und Cafés. An der Badestelle in Zarrentin gibt es zudem ein Freiluftkino – nur eines der vielen kulturellen Highlights, die die Region zu bieten hat.

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