Nahaufnahme eines Mikrofons auf Bühne mit unscharfem Hintergrund in Konzertatmosphäre.
© Pixabay / Skitterphoto

Poetry Slam in Hamburg

Wortkunst auf Hamburgs Bühnen

Hamburg steht für Kunst und Kultur durch und durch. Und Poetry Slams haben sich über Jahre hinweg einen festen Platz im Hamburger Kulturprogramm erkämpft. Wer junge lyrische Talente sehen möchte, hat in Hamburg fast wöchentlich Gelegenheit dazu. Regelmäßig trifft sich die junge Dichterszene hier zum Wettstreit auf der Bühne und begeistert das Publikum. Und mit dem „Kampf der Künste“ hat die Stadt sogar ihre eigene inoffizielle Meisterschaft. Hier finden Sie aktuelle Events sowie die häufigsten Austragungsorte zur Übersicht.

  • "Alles Liebe"
    © Quelle: Reservix

    "Alles Liebe" Lesungen

    • 10.10.2026
    • 19:30
    • Nica Jazz Club
    Zur Veranstaltung
  • "Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt"
    © Quelle: Reservix

    "Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt" Lesungen

    • 06.10.2026
    • 19:30
    • Laeiszhalle (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • "Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt" - ZUSATZTERMIN
    © Quelle: Reservix

    "Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt" - ZUSATZTERMIN Lesungen

    • 06.10.2026
    • 15:30
    • Laeiszhalle (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • "Comedy meets Poetry"
    © Quelle: Reservix

    "Comedy meets Poetry" Theater & Bühnenkunst

    • 10.10.2026
    • 20:00
    • Rathauspassage Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • album_cover_schwarzweiss-foto
    © Judy Bailey

    "Das Leben ist nicht Schwarz Weiss" - Konzertlesung mit Judy Bailey & Patrick Depuhl

    • 10.10.2026
    • 19:00
    • Christuskirche Altona
    Zur Veranstaltung
  • "Der Reisende Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit“"
    © Quelle: Reservix

    "Der Reisende Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit" Lesungen

    • 05.10.2026
    • 19:30
    • Nica Jazz Club
    Zur Veranstaltung
  • "Die Wahrheit über Ruby Cooper"
    © Steve Humphreys, Mediahuis

    "Die Wahrheit über Ruby Cooper" Lesungen

    • 06.10.2026
    • 19:30
    • Thalia Überseequartier
    Zur Veranstaltung
  • 20260604_parabel_rolfnesch_portale_image
    © Parabel.Zentrum für Kunst in Hamburg

    "Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg

    • 03.10.2026
    • 11:00
    • Parabel - Zentrum für Kunst in Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • Furzipups - Das Live-Figurentheater
    © links im Bild

    "Furzipups" - Das LIVE-Figurentheater Sonstige

    • 03.10.2026
    • 14:00
    • Platz an der Hamburger Meile
    Zur Veranstaltung
  • "Heimsuchung"
    © Katharina Behling / Steffen Wagener

    "Heimsuchung" Lesungen

    • 05.10.2026
    • 19:30
    • Elbphilharmonie (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • leerstellen-2-pressebild-mit-titel
    © Patrick Becker

    "Leerstellen II"

    • 08.10.2026
    • 15:00
    • Galerie Farbwerke M6
    Zur Veranstaltung
  • "Meine Musik" plus Orgelführung - Kreative Köpfe an St. Nikolai Konzerte & Musik

    • 07.10.2026
    • 21:00
    • Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern
    Zur Veranstaltung
  • "Mit Männern leben. Überlegungen zum Pelicot Prozess"
    © Quelle: Reservix

    "Mit Männern leben. Überlegungen zum Pelicot Prozess" Lesungen

    • 07.10.2026
    • 19:30
    • St. Pauli Kirche
    Zur Veranstaltung
  • "Mittendrin" Theater & Bühnenkunst

    • 10.10.2026
    • 13:30
    • MOTTE – Stadtteil&Kulturzentrum
    Zur Veranstaltung
  • "Taiwan Travelogue"
    © YJ Chen

    "Taiwan Travelogue" Lesungen

    • 05.10.2026
    • 19:30
    • St. Pauli Kirche
    Zur Veranstaltung
  • "Undercover unter Nazis / Wenn der rechte Rand regiert"
    © Quelle: Reservix

    "Undercover unter Nazis / Wenn der rechte Rand regiert" Lesungen

    • 05.10.2026
    • 19:30
    • Bucerius Law School
    Zur Veranstaltung

Die Heimat des Poetry Slam in Hamburg

"Alles Liebe"
© Quelle: Reservix

"Alles Liebe"

Ronja von Rönne

Lesung

In „Alles Liebe“ erzählt Ronja von Rönne von Menschen, die lieben, lügen, sich abhängig machen oder andere von sich abhängig machen.

Laura hat schon als Kind verstanden, wie Mitleid funktioniert. Barbara füllt ihr leeres Haus mit Versandhauskatalogen und einem Mann, den es nicht gibt. Heike lebt seit dreißig Jahren in einem Haus, das ihrer Schwiegermutter gehört, und träumt von einem Garten, den sie nie haben wird. Christina verkleinert mit ihrer Kunst die Welt, weil sie sie sonst nicht aushält.

Über Ronja von Rönnes Schreiben hieß es, ihre Worte bräuchten „keine Geschichte, keinen Plot, kein Pathos, die brauchen nur sich selbst“ (Berliner Morgenpost). Sie habe das Talent, „selbst die tragischsten Momente ins Komische zu drehen“ (rbb). Deutschlandradio beschreibt ihren Ton als „pointiert, humorvoll, manchmal zart“.

Ronja von Rönne, geboren 1992, ist Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin. 2015 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Von 2017 bis 2022 moderierte sie auf Arte die Sendung „Streetphilosophy“. Seit j Herbst 2023 ist sie in dem neuen Format „Unhappy“ zu sehen. Sie schreibt für ZEIT und ZEIT Online. Ihr Roman „Ende in Sicht“ wurde zum Bestseller.

"Alles Liebe"
"Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt"
© Quelle: Reservix

"Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt"

Robert Habeck

Vortrag zum Buch

Die Arktis war lange eine sehr weit entfernte Projektionsfläche: ewiges Eis, Polarnacht, Expeditionen, Mythos. Heute ist sie Brennpunkt einer neuen geopolitischen Wirklichkeit. Dort, wo das Eis schmilzt, öffnen sich Handelsrouten, Rohstoffträume, militärische Interessen und alte imperiale Fantasien. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Klima, sondern um Macht.

Robert Habeck hat die Arktis bereist und kommt nun mit „Arctic Meltdown. Die Neuvermessung der Welt“ zum Harbour Front Literaturfestival nach Hamburg. Robert Habeck erzählt von dieser Reise in den hohen Norden und zugleich von der Zukunft der internationalen Ordnung, denn die Arktis erwärmt sich dramatisch schneller als der globale Durchschnitt: Was früher Grenze der Zivilisation zu sein schien, wird zur Zone des Zugriffs. Wer kontrolliert die Seewege? Wer besitzt die Rohstoffe? Wer schützt die Menschen, die dort leben? Und was bleibt von einer regelbasierten Weltordnung, wenn Großmächte beginnen, Land, Meer und Eis wieder als Beute zu betrachten?

Habeck erzählt aber auch von der Geschichte der Arktis und der kolonialen Ausbeutung Grönlands durch Dänemark. Er blickt auf die Menschen im Norden, auf ihre Gegenwart, ihre Verwundbarkeit, ihre Selbstbehauptung. Vor allem aber analysiert er die Interessen, die sich heute in der Arktis kreuzen: den amerikanischen Anspruch auf Grönland, Russlands Rückkehr zur „Roten Arktis“, Chinas Griff nach der „Polaren Seidenstraße“. Aus dem scheinbar fernen Norden wird so ein Schauplatz, an dem sich entscheidet, ob die Welt des 21. Jahrhunderts nach Regeln, Verträgen und gegenseitiger Anerkennung organisiert wird - oder nach Druck, Zugriff und Stärke.

Dass gerade Robert Habeck dieses Buch schreibt, macht den Abend besonders. Er ist nicht nur einer der bekanntesten deutschen Politiker der Gegenwart, von 2021 bis 2025 Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Er ist auch Autor, Essayist, Erzähler, jemand, der Politik immer wieder als Sprach- und Denkaufgabe verstanden hat. Nach seinem Abschied aus der Bundesregierung arbeitet er am Danish Institute for International Studies in Kopenhagen - also in unmittelbarer Nähe zu jenem politischen Raum, in dem sich die Grönlandfrage, die Interessen Dänemarks, Europas und der USA neu verschränken.

"Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt"
"Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt" - ZUSATZTERMIN
© Quelle: Reservix

"Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt" - ZUSATZTERMIN

Robert Habeck

Vortrag zum Buch

Die Arktis war lange eine sehr weit entfernte Projektionsfläche: ewiges Eis, Polarnacht, Expeditionen, Mythos. Heute ist sie Brennpunkt einer neuen geopolitischen Wirklichkeit. Dort, wo das Eis schmilzt, öffnen sich Handelsrouten, Rohstoffträume, militärische Interessen und alte imperiale Fantasien. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Klima, sondern um Macht.

Robert Habeck hat die Arktis bereist und kommt nun mit „Arctic Meltdown. Die Neuvermessung der Welt“ zum Harbour Front Literaturfestival nach Hamburg. Robert Habeck erzählt von dieser Reise in den hohen Norden und zugleich von der Zukunft der internationalen Ordnung, denn die Arktis erwärmt sich dramatisch schneller als der globale Durchschnitt: Was früher Grenze der Zivilisation zu sein schien, wird zur Zone des Zugriffs. Wer kontrolliert die Seewege? Wer besitzt die Rohstoffe? Wer schützt die Menschen, die dort leben? Und was bleibt von einer regelbasierten Weltordnung, wenn Großmächte beginnen, Land, Meer und Eis wieder als Beute zu betrachten?

Habeck erzählt aber auch von der Geschichte der Arktis und der kolonialen Ausbeutung Grönlands durch Dänemark. Er blickt auf die Menschen im Norden, auf ihre Gegenwart, ihre Verwundbarkeit, ihre Selbstbehauptung. Vor allem aber analysiert er die Interessen, die sich heute in der Arktis kreuzen: den amerikanischen Anspruch auf Grönland, Russlands Rückkehr zur „Roten Arktis“, Chinas Griff nach der „Polaren Seidenstraße“. Aus dem scheinbar fernen Norden wird so ein Schauplatz, an dem sich entscheidet, ob die Welt des 21. Jahrhunderts nach Regeln, Verträgen und gegenseitiger Anerkennung organisiert wird - oder nach Druck, Zugriff und Stärke.

Dass gerade Robert Habeck dieses Buch schreibt, macht den Abend besonders. Er ist nicht nur einer der bekanntesten deutschen Politiker der Gegenwart, von 2021 bis 2025 Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Er ist auch Autor, Essayist, Erzähler, jemand, der Politik immer wieder als Sprach- und Denkaufgabe verstanden hat. Nach seinem Abschied aus der Bundesregierung arbeitet er am Danish Institute for International Studies in Kopenhagen - also in unmittelbarer Nähe zu jenem politischen Raum, in dem sich die Grönlandfrage, die Interessen Dänemarks, Europas und der USA neu verschränken.

"Arctic Meltdown - Die Neuvermessung der Welt" - ZUSATZTERMIN
"Comedy meets Poetry"
© Quelle: Reservix

"Comedy meets Poetry"

Freche Möwe

Termine: 26.09.26 / 02.10.26 / 10.10.26 jeweils 20.00 Uhr Rathauspassage

Comedy trifft Poetry, Pointe trifft Tiefgang, Bühnenmoment trifft Festivalzentrum: An drei Abenden bringt „Freche Möwe“ beim Harbour Front Literaturfestival ein Format in die Rathauspassage, das Sprache nicht als Wettbewerbsdisziplin versteht, sondern als Live-Erlebnis. Kein Slam, kein Ausscheidungsabend, keine Rangliste - sondern eine Show zwischen Stand-up, Spoken Word, Storytelling und poetischer Verdichtung.

„Freche Möwe“ wurde im Mai 2024 von Phil Stadelmann in Hamburg gegründet. Die Idee ist so klar wie sympathisch: gute, authentische und ehrliche Live-Comedy - mit Newcomerinnen und Newcomern aus einer Hamburger Szene, die sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Orte für die Comedians von morgen entwickelt hat. Dass dabei nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, sondern auch das Publikum im Mittelpunkt stehen, gehört zum Selbstverständnis des Formats: ein Abend soll nicht nur funktionieren, er soll sich gut anfühlen.

Für das Harbour Front Festival erweitert sich dieser Ansatz um die Kraft des gesprochenen Wortes. Die auftretenden Künstlerinnen und Künstler spielen mit Sprache, erzählen Geschichten, formen Gedanken, verdichten Beobachtungen und wechseln zwischen Komik und Ernst, Nähe und Überraschung, Lachen und Nachdenken. Mal laut und scharf, mal leise und poetisch - aber immer live, direkt und nah am Publikum.

Drei Termine, ein Ort, drei Abende mit eigenen Stimmen und eigenen Momenten: In der Rathauspassage, dem Festivalzentrum des Harbour Front Literaturfestivals, zeigt Comedy meets Poetry, wie viel Gegenwart in gesprochener Sprache liegen kann.

"Comedy meets Poetry"
album_cover_schwarzweiss-foto
© Judy Bailey

"Das Leben ist nicht Schwarz Weiss" - Konzertlesung mit Judy Bailey & Patrick Depuhl

Als Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten lädt die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen am Samstag, den 10. Oktober 2026 um 19:00 Uhr zu einer besonderen Konzertlesung mit Judy Bailey und Patrick Depuhl ein. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Christuskirche Hamburg Altona, Suttnerstraße 18, 22765 Hamburg statt.

Ein Dialog mit Songs aus voller Seele und Texten zwischen Leicht und Tiefsinn. Über die Geschichte hinter der Geschichte… Judy Bailey und Patrick Depuhl schenken einen Abend voller Humor Herz und Hirn. Sie singen über Wurzeln, Welt und Heimat, erzählen von Vater, Land und Gott, denn sie sind davon überzeugt: Die meisten Dinge die er schuf, sind erstaunlich bunt…

Ihre Konzertlesung ist offen, verletzlich und stark. Oder in den Worten von Konzertbesuchenden: „Was für ein Abend! Wie mutig, wie klug, wie schön“, „bewegend in seiner Tiefe und Originalität“, „voller Hoffnung bei allem Schweren“. Der Abend entfaltet sich vor einem eindrücklichen Bühnenbild, dass im Zusammenspiel mit den Songs und Geschichten neue Räume in Kopf und Herz öffnet.

"Das Leben ist nicht Schwarz Weiss" - Konzertlesung mit Judy Bailey & Patrick Depuhl
"Der Reisende Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit“"
© Quelle: Reservix

"Der Reisende Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit"

Andrea Wulf

Moderiertes Gespräch
Moderation: Julia-Niharika Sen

Naturforscher, Entdecker, Revolutionär: Andrea Wulf erzählt in ihrem neuen Buch das Leben Georg Forsters, der mit siebzehn Jahren an James Cooks zweiter Weltumsegelung (1772-1775) teilnahm – exakt in jener Zeit also, in der die Welt sich so radikal zu ändern begann, wie seit Jahrhunderten nicht. Als er zurückkehrte, blieb bald kein Stein mehr auf dem anderen: Nordamerika rebellierte und erklärte die Unabhängigkeit von Großbritannien und die französische Revolution war ante portas! Die Reise führte zwischen die eisige Antarktis und die Inselwelten des Südpazifiks. Forster erforschte Pflanzen, Tiere, Menschen und Kulturen und kehrte mit einem Glauben an Gleichheit und radikalen Ideen zu Menschlichkeit und Freiheit zurück, die seiner Zeit weit voraus waren.

Nach seiner Rückkehr wurde Forster in England, Frankreich, Deutschland und Polen gefeiert. Er nutzte seinen Ruhm, um für Freiheit und Gleichberechtigung einzutreten und gegen Imperialismus, Rassismus und Sklaverei zu argumentieren. Später geriet er in den Strudel der Französischen Revolution und wurde zu einem Anführer der kurzlebigen Mainzer Republik.

„Der Reisende“ stützt sich auf Forsters umfangreiche Korrespondenz und zeichnet das Porträt eines brillanten, unerschrockenen jungen Mannes, dessen Leben von den entlegenen Regionen der bekannten Welt bis in die politischen Umbrüche Europas führte.

Andrea Wulf, in Indien geboren und in Deutschland aufgewachsen, lebt in London. Sie ist Autorin international erfolgreicher Sachbücher, darunter „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ und „Fabelhafte Rebellen“. Sie schreibt unter anderem für die New York Times, The Atlantic und die Financial Times und ist Fellow der Royal Society of Literature.

"Der Reisende Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit"

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