Nahaufnahme eines Mikrofons auf Bühne mit unscharfem Hintergrund in Konzertatmosphäre.
© Pixabay / Skitterphoto

Poetry Slam in Hamburg

Wortkunst auf Hamburgs Bühnen

Hamburg steht für Kunst und Kultur durch und durch. Und Poetry Slams haben sich über Jahre hinweg einen festen Platz im Hamburger Kulturprogramm erkämpft. Wer junge lyrische Talente sehen möchte, hat in Hamburg fast wöchentlich Gelegenheit dazu. Regelmäßig trifft sich die junge Dichterszene hier zum Wettstreit auf der Bühne und begeistert das Publikum. Und mit dem „Kampf der Künste“ hat die Stadt sogar ihre eigene inoffizielle Meisterschaft. Hier finden Sie aktuelle Events sowie die häufigsten Austragungsorte zur Übersicht.

  • "Am Rande der Realität. 52 Versuche, die Gegenwart auszuhalten"
    © GUDBERG NERGER

    "Am Rande der Realität. 52 Versuche, die Gegenwart auszuhalten" Lesungen

    • 26.09.2026
    • 19:45
    • HAFENBÜHNE
    Zur Veranstaltung
  • "Broder"
    © Quelle: Reservix

    "Broder" Lesungen

    • 01.10.2026
    • 20:00
    • Laeiszhalle (Großer Saal)
    Zur Veranstaltung
  • "Comedy meets Poetry"
    © Quelle: Reservix

    "Comedy meets Poetry" Theater & Bühnenkunst

    • 02.10.2026
    • 20:00
    • Rathauspassage Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • "Comedy meets Poetry
    © Quelle: Reservix

    "Comedy meets Poetry" Theater & Bühnenkunst

    • 26.09.2026
    • 20:00
    • Rathauspassage Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • "Der Graf - zum 550. Todestag eines Untoten"
    © Quelle: Reservix

    "Der Graf - zum 550. Todestag eines Untoten" Lesungen

    • 29.09.2026
    • 20:00
    • Laeiszhalle (Großer Saal)
    Zur Veranstaltung
  • 20260604_parabel_rolfnesch_portale_image
    © Parabel.Zentrum für Kunst in Hamburg

    "Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg

    • 25.09.2026
    • 14:00
    • Parabel - Zentrum für Kunst in Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • "Liegen Sie bequem?" - zum zehnten Todesjahr Roger Willemsens
    © Sepp Dreissiger / Anika Molnar

    "Liegen Sie bequem?" - zum zehnten Todesjahr Roger Willemsens Lesungen

    • 28.09.2026
    • 19:30
    • Hamburger Kammerspiele
    Zur Veranstaltung
  • "Papenburg"
    © Karina Rozwadowska / Donata Wenders

    "Papenburg" Lesungen

    • 26.09.2026
    • 19:30
    • Laeiszhalle (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • "True-Crime-Talk: Wenn Fiktion auf Realität trifft – wie echt muss ein Thriller sein?"
    © Quelle: Reservix

    "True-Crime-Talk: Wenn Fiktion auf Realität trifft – wie echt muss ein Thriller sein?" Lesungen

    • 28.09.2026
    • 19:30
    • Altonaer Theater
    Zur Veranstaltung
  • "Wirf einen Schatten"
    © Quelle: Reservix

    "Wirf einen Schatten" Lesungen

    • 02.10.2026
    • 19:30
    • St. Pauli Kirche
    Zur Veranstaltung
  • #ausgelesen x Josi Wismar LIVE mit "Dead Air"!
    © Quelle: Reservix

    #ausgelesen x Josi Wismar LIVE mit "Dead Air"!

    • 25.09.2026
    • 19:30
    • Thalia Überseequartier
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  • Hafenklang
    © Hafenklang

    ***Off The Radar Club*** live: LSD and the Search For God + Support: Yumi Jun Konzerte & Musik

    • 02.10.2026
    • 20:00
    • Hafenklang
    Zur Veranstaltung
  • MaximilianMurck-2026-2
    © privat

    10. Saseler Sicherheitsgespräch: Forensik im Fokus Vorträge & Diskussionsrunden

    • 30.09.2026
    • 19:00
    • Sasel-Haus (Großer Saal)
    Zur Veranstaltung
  • symbolbild_zusammengeschoben
    © MG

    15. Hamburger Ratschlag für nachhaltige Entwicklung Vorträge & Diskussionsrunden

    • 02.10.2026
    • 13:00
    • Gewerkschaftshaus
    Zur Veranstaltung
  • 17. Sonntag nach Trinitatis
    © Ev.-Luth. Kirchengemeinde Stellingen

    17. Sonntag nach Trinitatis Religion & Spiritualität

    • 27.09.2026
    • 10:00
    • Stellinger Kirche
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  • St. Nikolai Moorfleet
    © Simone Vollstädt

    17. Sonntag nach Trinitatis Religion & Spiritualität

    • 27.09.2026
    • 10:00
    • St. Nikolai-Kirche Moorfleet
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Die Heimat des Poetry Slam in Hamburg

"Am Rande der Realität. 52 Versuche, die Gegenwart auszuhalten"
© GUDBERG NERGER

"Am Rande der Realität. 52 Versuche, die Gegenwart auszuhalten"

Jürgen Nerger

Premiere

Die Gegenwart erklärt sich pausenlos selbst. In Schlagzeilen, Feeds, Kommentaren, Präsentationen und achtsam formulierten Untergangsprognosen. Alles sendet. Alles meint etwas. Nur klarer wird die Welt dadurch nicht.

„Am Rande der Realität“ versammelt 52 Essays aus einem Jahr. Über KI und menschliche Dummheit, Kultur und Kirmes, Humor und Erschöpfung, Fortschritt mit Jetlag, Nostalgie mit Mottenkugelgeruch, Bots, Paywalls, Purpose, Spotify, Zielgruppen, Dauerempörung und die Kunst, in einer lauten Welt noch einen eigenen Gedanken zu fassen. Warum wirkt ausgerechnet eine hochvernetzte Gesellschaft oft so, als hätte jemand den Stecker zur Vernunft gezogen?
Ein Buch über das, was viele spüren, aber selten sauber benennen können: den Wirklichkeitsverlust einer Gesellschaft, die alles weiß und immer weniger versteht. Für alle, die Gegenwart nicht nur aushalten, sondern endlich wieder begreifen wollen.

Dieses Buch ist kein Trostbuch. Kein Ratgeber. Kein intellektuelles Räucherstäbchen für nervöse Zeiten. Es ist der Versuch, dem Gegenwartslärm mit Sprache zu begegnen – mit Sätzen, die nicht sofort einknicken. 52 kleine Störungen im Betriebsablauf.

Jürgen Nerger ist Gründer und Geschäftsführer von GUDBERG NERGER, einer Designagentur mit Sitz in der Hamburger Poolstraße, unweit der Laeiszhalle – dort, wo Innenstadt, St. Pauli und Karoviertel die Straßenseite wechseln. Gegründet von Jan Mueller-Wiefel und Jürgen Nerger, ist daraus ein Ort entstanden, der sich einfachen Kategorien ständig entzieht: Agentur, Galerie, Verlag und kuratierter Design-Shop funktionieren hier unter einem unbedingt sehenswerten Dach. Hier werden Marken entwickelt, Bücher gemacht, Ausstellungen gezeigt, Indie-Magazine und Designobjekte verkauft, Kunst entdeckt und Gegenwart verhandelt. Man kommt für ein seltenes Magazin und geht mit einem Kunstwerk. Oder mit Jürgen Nergers Buch über den Versuch, eine zersplitterte Gegenwart wieder in Sätze zu fassen. Fast nebenbei hat GUDBERG NERGER in diesem Jahr auch das Erscheinungsbild des Harbour Front Literaturfestivals mal richtig durchgepustet.

"Am Rande der Realität. 52 Versuche, die Gegenwart auszuhalten"
"Broder"
© Quelle: Reservix

"Broder"

Dörte Hansen

mit: Julia Westlake (Moderation)
Lesung und moderiertes Gespräch

„Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben Teil der Herde, ob sie wollen oder nicht. Weil sie mit großen Tieren aufgewachsen sind, ihr Atmen und ihr Brüllen kennen, und den Geruch von Milch und Mist noch an sich haben. Weil sie im Glauben an die alte, ungerechte Ordnung großgeworden sind: Vater, Sohn und heiliger Hof, schon immer so gewesen.“

Es sind Sätze wie diese, die sofort elektrisieren. Sätze, die sofort klar machen, dass Dörte Hansen keine Landliebe-Romantik-Autorin ist, das Land aber auch nicht mit Entlarvungsposen lächerlich macht. Nein, sie nimmt es ernst. Und zeigt – wie in ihrem Bestseller „Mittagsstunde“, dass der Strukturwandel auf dem Land uns alle angeht.

Es bahnt sich ein innerfamiliärer Konflikt an. Oberflächlich betrachtet ist der hochmodern-industrialisierte Vorzeigebetrieb immer noch erfolgreich. Er gehörte immer zu den besten und gerät - all den Maschinen zum Trotz - dennoch in Schieflage. Als Broder Bahnsen nach Jahren nach Hause zurückkehrt, während sein wenige Minuten älterer und deshalb erbrechtlich bevorzugter Zwillingsbruder Henning langsam die Kontrolle verliert, droht Unheil. Die Zweifel an dieser Art der Tierhaltung steigen, der Wachstumsglaube gerät in die Krise, Mensch und Tier kommen an die Grenze und geraten in die Katastrophe.

Dörte Hansen war lange NDR Redakteurin in Hamburg, bis sie einen radikalen Schnitt machte, ihre Stellung aufgab und zu schreiben begann. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Jedes Buch war ein Bestseller und zugleich von den wichtigsten Kritikern – von der Süddeutschen Zeitung bis zur ZEIT – hochgelobt. Ein seltenes und erfreuliches Phänomen.

"Broder"
"Comedy meets Poetry
© Quelle: Reservix

"Comedy meets Poetry"

Freche Möwe

Termine: 26.09.26 / 02.10.26 / 10.10.26 jeweils 20.00 Uhr Rathauspassage

Comedy trifft Poetry, Pointe trifft Tiefgang, Bühnenmoment trifft Festivalzentrum: An drei Abenden bringt „Freche Möwe“ beim Harbour Front Literaturfestival ein Format in die Rathauspassage, das Sprache nicht als Wettbewerbsdisziplin versteht, sondern als Live-Erlebnis. Kein Slam, kein Ausscheidungsabend, keine Rangliste - sondern eine Show zwischen Stand-up, Spoken Word, Storytelling und poetischer Verdichtung.

„Freche Möwe“ wurde im Mai 2024 von Phil Stadelmann in Hamburg gegründet. Die Idee ist so klar wie sympathisch: gute, authentische und ehrliche Live-Comedy - mit Newcomerinnen und Newcomern aus einer Hamburger Szene, die sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Orte für die Comedians von morgen entwickelt hat. Dass dabei nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, sondern auch das Publikum im Mittelpunkt stehen, gehört zum Selbstverständnis des Formats: ein Abend soll nicht nur funktionieren, er soll sich gut anfühlen.

Für das Harbour Front Festival erweitert sich dieser Ansatz um die Kraft des gesprochenen Wortes. Die auftretenden Künstlerinnen und Künstler spielen mit Sprache, erzählen Geschichten, formen Gedanken, verdichten Beobachtungen und wechseln zwischen Komik und Ernst, Nähe und Überraschung, Lachen und Nachdenken. Mal laut und scharf, mal leise und poetisch - aber immer live, direkt und nah am Publikum.

Drei Termine, ein Ort, drei Abende mit eigenen Stimmen und eigenen Momenten: In der Rathauspassage, dem Festivalzentrum des Harbour Front Literaturfestivals, zeigt Comedy meets Poetry, wie viel Gegenwart in gesprochener Sprache liegen kann.

"Comedy meets Poetry"
"Der Graf - zum 550. Todestag eines Untoten"
© Quelle: Reservix

"Der Graf - zum 550. Todestag eines Untoten"

Bela B Felsenheimer

mit: Julia Kemp (Schauspiel)

„Der Graf“ ist eines der bekanntesten Lieder von Bela B und seine ganz persönliche Hommage an eine Kultfigur, die ihn seit jeher fasziniert: Graf Dracula.
Belas Künstlername geht zurück auf den ersten Tonfilm-Dracula-Darsteller Bela Lugosi, die Leinwand-Ikone, die er schon seit seiner Kindheit verehrt.

Und das ist nur eine von vielen Verbindungen zu dem schillernden Vampir-Mythos, der vor genau 550 Jahren begann – mit dem Tod des für seine Grausamkeit gefürchteten transsilvanischen Herrschers Vlad III., besser bekannt als Graf Draculea oder Vlad Tepes, „Der Pfähler“, benannt nach einer grausamen, von ihm ersonnenen Hinrichtungsweise.

Seit Bram Stoker sich Vlad Tepes Beinamen für seinen Vampirgrafen entlieh, geistert er als Untoter durch die Nächte, Träume und Geschichten, hinterlässt literarische und popkulturelle Spuren und steht bis heute für eine Aristokratie der Nacht- und Schattengestalten – weit über das Horror-Genre hinaus. Höchste Zeit also, dass sich Bela B über dieses Faszinosum beugt, von seiner Beschäftigung mit dem Mythos erzählt, von seinen vampiristischen Forschungen und Fundstücken.

Am 29. September liest er aus den verschiedensten Dracula-Geschichten in der Laeiszhalle Hamburg und blättert seine Lieblingskapitel auf. Er wird dabei in verschiedenen Rollen begleitet von der Schauspielerin Julia Kemp, die ihm unter anderem als Dr. van Helsing auf den gespitzten Zahn fühlen wird.

Bela B Felsenheimer, geboren 1962 in West-Berlin, ist Schlagzeuger, Gitarrist, Komponist, Sänger, Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher, war Comicbuch-Verleger und hatte eine eigene Radiosendung. Bekannt ist er vor allem als Mitglied der Punkrock-Band Die Ärzte. Als Autor hat er bisher einige Kurzgeschichten veröffentlicht, ein Filmdrehbuch sowie seine beiden Romane Scharnow und FUN, die beide sofort auf der SPIEGEL-Bestsellerliste eingestiegen sind und von der Presse gefeiert wurden.

Julia Kemp ist eine Schauspielerin, Moderatorin und Literaturvermittlerin. Nach ihrem Studium der Kultur- und Literaturwissenschaften und dem Schauspielstudium verbindet sie heute Bühne, Gespräch und Bücher miteinander: Dem Hamburger Publikum ist sie unter anderem durch ihre Rollen am Ohnsorg-Theater und am Hamburger Sprechwerk bekannt, zugleich moderiert sie Literaturveranstaltungen. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Moderatorin berät sie in der Buchhandlung Lüders, schreibt eine Kolumne für das Bücher Magazin und arbeitet als Textproduzentin beim SPIEGEL.

"Der Graf - zum 550. Todestag eines Untoten"
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© Parabel.Zentrum für Kunst in Hamburg

"Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg

10. Juli bis 25. Oktober 2026

Hamburg war für Rolf Nesch Ort der Inspiration, des Experiments und des Aufbruchs. Zwischen Hafenanlagen, Brücken, Konzertsälen und den Straßen St. Paulis entwickelte er Ende der 1920er Jahre jene Bildsprache und technischen Innovationen, die sein Werk bis heute einzigartig machen.

Die Ausstellung "Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg widmet sich den Jahren zwischen 1929 und 1933, in denen Nesch in Hamburg lebte und arbeitete. Gezeigt werden Gemälde mit Hafenmotiven, Zeichnungen aus der Tierwelt Hagenbecks sowie die bedeutenden grafischen Zyklen Karl Muck und sein Orchester, St. Pauli und Hamburger Brücken. Sie zeigen einen Künstler, der die Stadt mit großer Aufmerksamkeit beobachtete und ihre Menschen, Klänge und Bauwerke in eine unverwechselbare Bildsprache übersetzte.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den sogenannten Metalldrucken, mit denen Nesch Anfang der 1930er Jahre neue Wege innerhalb der Druckgrafik beschritt. Arbeiten aus dem norwegischen Spätwerk ergänzen die Ausstellung und zeigen, wie die in Hamburg entwickelten Ideen später in die Materialbilder mündeten, für die er international bekannt wurde.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das restaurierte Materialbild Alster (1958/59). Das Werk gelangte 2025 in die Stiftung Kunstsammlung Dr. Maike Bruhns und wird nach einer aufwendigen Restaurierung erstmals in der PARABEL präsentiert.

Die Ausstellung wird von Dr. Maike Bruhns und Dr. Pablo Schneider kuratiert.

Hinweis: Aufgrund der historischen Architektur des Gebäudes ist die PARABEL nur eingeschränkt barrierefrei zugänglich.

Öffnungszeiten: Freitag: 14:00 – 18:00 Uhr, Samstag: 11:00 – 18:00 Uhr, Sonntag: 11:00 – 18:00 Uhr

PARABEL. Zentrum für Kunst in Hamburg gGmbH

Fuhlsbüttler Str. 656

22337 Hamburg

Kontakt: info@parabel.hamburg

Telefon: +49-40-60 42 976-0

"Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg
"Liegen Sie bequem?" - zum zehnten Todesjahr Roger Willemsens
© Sepp Dreissiger / Anika Molnar

"Liegen Sie bequem?" - zum zehnten Todesjahr Roger Willemsens

Jens Harzer & Maria Schrader

Zum zehnten Todesjahr Roger Willemsens, den großen Leser, Denker und Erzähler

Roger Willemsen und die Bücher – das war eine glühende, unerschöpfliche Liebesgeschichte. Aus seinem Nachlass ist nun das Buch Liegen Sie bequem? Vom Lesen und von Büchern erschienen, herausgegeben von Insa Wilke. Darin spricht Willemsen über das Lesen – mit funkelnder Ironie, analytischem Blick und vor allem mit ansteckender Begeisterung. Er huldigt großen Autoren, verspottet den Literaturbetrieb, formuliert „10 Regeln für Leserinnen und Leser“ und denkt über Märchen, Obszönität und Menschenrechte nach. Der Abend mit Maria Schrader und Jens Harzer ist eine Hommage an alle Lesenden, Denkenden, Fragenden. Eine Einladung zum Staunen: ein Fest des Lesens, der Sprache und der unstillbaren Neugier auf die Welt. Und wir begegnen ihm, dem großen Freund des Denkens, noch einmal als leidenschaftlichem Anwalt der Literatur – witzig, hellsichtig und zutiefst menschlich.

Jens Harzer gehörte 16 Jahre zum Ensemble von Dieter Dorn an den Münchner Kammerspielen und am Bayerischen Staatsschauspiel. 2009 wechselte er ans Thalia Theater Hamburg, später arbeitete er eng mit Johan Simons am Schauspielhaus Bochum. Seit Herbst 2025 ist Harzer am Berliner Ensemble. Im Film arbeitete er unter anderem mit Michael Verhoeven, Tom Tykwer, Wim Wenders und Hermine Huntgeburth. Seit 2019 ist er Träger des Iffland-Ringes.

Maria Schrader, geboren 1965, ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, dem Silbernen Bären der Berlinale und dem Deutschen Hörbuchpreis. Als Regisseurin wurde sie mit „Vor der Morgenröte“ international bekannt; die Netflix-Miniserie „Unorthodox“ brachte ihr 2020 einen Primetime Emmy für die beste Regie einer Miniserie ein.

"Liegen Sie bequem?" - zum zehnten Todesjahr Roger Willemsens

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