Nahaufnahme eines Mikrofons auf Bühne mit unscharfem Hintergrund in Konzertatmosphäre.
© Pixabay / Skitterphoto

Poetry Slam in Hamburg

Wortkunst auf Hamburgs Bühnen

Hamburg steht für Kunst und Kultur durch und durch. Und Poetry Slams haben sich über Jahre hinweg einen festen Platz im Hamburger Kulturprogramm erkämpft. Wer junge lyrische Talente sehen möchte, hat in Hamburg fast wöchentlich Gelegenheit dazu. Regelmäßig trifft sich die junge Dichterszene hier zum Wettstreit auf der Bühne und begeistert das Publikum. Und mit dem „Kampf der Künste“ hat die Stadt sogar ihre eigene inoffizielle Meisterschaft. Hier finden Sie aktuelle Events sowie die häufigsten Austragungsorte zur Übersicht.

  • "Das Vogelhaus"
    © Quelle: Reservix

    "Das Vogelhaus" Lesungen

    • 21.09.2026
    • 19:30
    • Elbphilharmonie (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • 20260604_parabel_rolfnesch_portale_image
    © Parabel.Zentrum für Kunst in Hamburg

    "Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg

    • 18.09.2026
    • 14:00
    • Parabel - Zentrum für Kunst in Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • barbara-guthmann-schoenheit-ist-vergaenglich
    © Barbara Guthmann

    "FRAUEN - furchtlos - mutig - kühn – beherzt."

    • 19.09.2026
    • 13:00
    • GEDOK Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • "In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar"
    © Sven A. Hagolani

    "In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar" Lesungen

    • 21.09.2026
    • 15:00
    • Laeiszhalle (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • "Mein wahrer Name ist Elisabeth"
    © Charlotte Krebs / Piper Verlag

    "Mein wahrer Name ist Elisabeth" Lesungen

    • 22.09.2026
    • 19:30
    • Thalia Überseequartier
    Zur Veranstaltung
  • "Meistens bleibt ja die Frau zuhause"
    © © David Parry for Booker Prize Foundation

    "Meistens bleibt ja die Frau zuhause" Lesungen

    • 23.09.2026
    • 19:30
    • Centralkomitee
    Zur Veranstaltung
  • "Orte – Ein Harbour-Front-Dialog"
    © Quelle: Reservix

    "Orte – Ein Harbour-Front-Dialog" Lesungen

    • 22.09.2026
    • 19:30
    • Laeiszhalle (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • The Dorf
    © Niklas Heinecke

    "The Dorf" Theater & Bühnenkunst

    • 21.09.2026
    • 19:30
    • Theaterdeck Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • Rettungsraum
    © Sandra Latussek

    "unter der Reeperbahn" Stadtrundgänge & Führungen

    • 18.09.2026
    • 16:00
    • Pegelturm St. Pauli Landungsbrücken
    Zur Veranstaltung
  • #ausgelesen x Josi Wismar LIVE mit "Dead Air"!
    © Quelle: Reservix

    #ausgelesen x Josi Wismar LIVE mit "Dead Air"!

    • 25.09.2026
    • 19:30
    • Thalia Überseequartier
    Zur Veranstaltung
  • #Exkursion: „Schöne neue Cyberwelt?"

    • 23.09.2026
    • 16:00
    • Treffpunkt: Jungfernstieg Hamburg
    Zur Veranstaltung
  • Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung_Screenshot 2026-06-29 114312.png
    © Helmut Schmidt-Archiv

    'Barmbeker Jung' – Helmut Schmidts Kindheit und Jugend am Kanal

    • 22.09.2026
    • 17:00
    • Helmut-Schmidt-Forum
    Zur Veranstaltung
  • 1. Kammerkonzert
    © Tobias Bärmann

    1. Kammerkonzert Klassik

    • 20.09.2026
    • 11:00
    • Elbphilharmonie (Kleiner Saal)
    Zur Veranstaltung
  • Turmweg-Flohmarkt
    © Langschläfer Flohmarkt

    101. Turmweg-Flohmarkt Flohmärkte

    • 20.09.2026
    • 08:00
    • Turmweg Flohmarkt
    Zur Veranstaltung
  • 10nach6: George Gershwin - Leben und Werk Konzerte & Musik

    • 19.09.2026
    • 18:10
    • St. Stephan-Kirche Wandsbek-Gartenstadt
    Zur Veranstaltung
  • Plakat zum Entenrennen 2026
    © Verein Rotary Hilfe des Rotary Club Pinneberg e. V.

    14. Entenrennen auf der Pinnau Feste

    • 19.09.2026
    • 13:00
    • Pinnau-Brücke Pinneberg
    Zur Veranstaltung

Die Heimat des Poetry Slam in Hamburg

"Das Vogelhaus"
© Quelle: Reservix

"Das Vogelhaus"

Jan Weiler

Lesung und Gespräch

Ein Buch über das Heimkehren – und über die Orte, die mehr über uns wissen als wir selbst.
Wenn Leonard Beck nach seiner Post sieht, ahnt er stets das Schlimmste. Und tatsächlich ist es ein unscheinbarer Brief seiner Mutter, der ihn nach Jahren zurückruft an den Niederrhein: Ein Haus steht zum Verkauf. Obwohl dieses Haus keine guten Erinnerungen weckt, zieht es ihn an.

Er reist in die Heimat und damit in seine Vergangenheit. Er trifft Menschen wieder, die ihm einst wichtig waren. Und immer wieder steht er vor dem unscheinbaren Haus, dessen Geheimnis er damals nicht lüften konnte. Jetzt will er ihm auf die Spur kommen, stellt sich endlich seinen Ängsten – und seiner großen Liebe.

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ-Magazins. Sein Debüt „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ wurde zu einem der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahrzehnte. Es folgten u. a. „Das Pubertier“, die Romane um Kommissar Martin Kühn, „Der Markisenmann“ und „Munk“. Neben seinen Romanen schreibt Weiler Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er auch selbst spricht. Er lebt in München und Umbrien.

"Das Vogelhaus"
20260604_parabel_rolfnesch_portale_image
© Parabel.Zentrum für Kunst in Hamburg

"Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg

10. Juli bis 25. Oktober 2026

Hamburg war für Rolf Nesch Ort der Inspiration, des Experiments und des Aufbruchs. Zwischen Hafenanlagen, Brücken, Konzertsälen und den Straßen St. Paulis entwickelte er Ende der 1920er Jahre jene Bildsprache und technischen Innovationen, die sein Werk bis heute einzigartig machen.

Die Ausstellung "Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg widmet sich den Jahren zwischen 1929 und 1933, in denen Nesch in Hamburg lebte und arbeitete. Gezeigt werden Gemälde mit Hafenmotiven, Zeichnungen aus der Tierwelt Hagenbecks sowie die bedeutenden grafischen Zyklen Karl Muck und sein Orchester, St. Pauli und Hamburger Brücken. Sie zeigen einen Künstler, der die Stadt mit großer Aufmerksamkeit beobachtete und ihre Menschen, Klänge und Bauwerke in eine unverwechselbare Bildsprache übersetzte.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den sogenannten Metalldrucken, mit denen Nesch Anfang der 1930er Jahre neue Wege innerhalb der Druckgrafik beschritt. Arbeiten aus dem norwegischen Spätwerk ergänzen die Ausstellung und zeigen, wie die in Hamburg entwickelten Ideen später in die Materialbilder mündeten, für die er international bekannt wurde.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das restaurierte Materialbild Alster (1958/59). Das Werk gelangte 2025 in die Stiftung Kunstsammlung Dr. Maike Bruhns und wird nach einer aufwendigen Restaurierung erstmals in der PARABEL präsentiert.

Die Ausstellung wird von Dr. Maike Bruhns und Dr. Pablo Schneider kuratiert.

Hinweis: Aufgrund der historischen Architektur des Gebäudes ist die PARABEL nur eingeschränkt barrierefrei zugänglich.

Öffnungszeiten: Freitag: 14:00 – 18:00 Uhr, Samstag: 11:00 – 18:00 Uhr, Sonntag: 11:00 – 18:00 Uhr

PARABEL. Zentrum für Kunst in Hamburg gGmbH

Fuhlsbüttler Str. 656

22337 Hamburg

Kontakt: info@parabel.hamburg

Telefon: +49-40-60 42 976-0

"Eine Lust, die tragisch wirkt..." - Rolf Nesch und Hamburg
barbara-guthmann-schoenheit-ist-vergaenglich
© Barbara Guthmann

"FRAUEN - furchtlos - mutig - kühn – beherzt."

Vom 02.09. - 24.09.2026 zeigen 9 Künstlerinnen der GEDOK Hamburg ihre Positionen zu diesem weiten Thema.

FRAUEN vereint persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Die Werke erzählen von Identität, Schönheit, Mutterschaft, familiären Wurzeln und weiblicher Solidarität. Sie laden dazu ein, über die Rollen nachzudenken, die Frauen zugeschrieben werden, über die Geschichten, die sie tragen, und über die Freiheit, das eigene Leben selbst zu gestalten.

"FRAUEN - furchtlos - mutig - kühn – beherzt."
"In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar"
© Sven A. Hagolani

"In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar"

Bodo Wartke

Zungenbrechergeschichten
Musikalische Buchvorstellung
präsentiert von Thalia

„Barbaras Rhabarberbar“ ging als Song auf Tiktok und Instagram um die ganze Welt, von Würselen über Austin bis Tokio wurde dazu gesteppt und gerappt. Erfunden und gesungen hat ihn der Liedermacher und Musikkabarettist Bodo Wartke zusammen mit Musikproduzent Marti Fischer.

Bodo Wartke steht für etwas, das vielfach gesucht doch nur selten zu finden ist: für intelligente Unterhaltung für alle! Für gewitzte Kinder und sprachverliebte Eltern. In einer Zeit voranschreitender sprachlicher Verrohung - paradoxerweise allseits gleichzeitig beklagt und betrieben – begibt er sich tief in die Sprache und das Spiel mit ihr hinein, entdeckt die in ihr funkelnde Poesie und ihren wunderbaren Witz. Wartkes Spezialgebiet sind herausfordernde Zungenbrecher und die Geschichten dahinter – mit Verhaspelgarantie. Warum nur stippen sich die sieben Robbensippen auf den Klippen in die Rippen? Und warum denkt man sich solches Zeug eigentlich aus?

Freut Euch auf eine musikalische Buchvorstellung mit anschließender Signierstunde!

Bodo Wartke (geboren in Hamburg) ist Liedermacher, Theaterautor und Musikkabarettist mit bald dreißigjähriger Bühnenerfahrung. Der Wahlberliner ist überaus erfolgreich und hat für sein Werk zahlreiche Preise bekommen.

"In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar"
"Mein wahrer Name ist Elisabeth"
© Charlotte Krebs / Piper Verlag

"Mein wahrer Name ist Elisabeth"

Adèle Yon

Thalia präsentiert
In Zusammenarbeit mit dem Institut français Hamburg
Lesung und moderiertes Gespräch
in französischer und deutscher Sprache (Übersetzung)

Wer war Elisabeth? In ihrer Familie blieb sie jahrzehntelang kaum mehr als ein Name, ein Gerücht und ein Tabu. Weggesperrt, lobotomiert. Erst ihre Urenkelin Adèle Yon beginnt, die Geschichte dieser Frau zu rekonstruieren. Aus Briefen, Krankenakten, Interviews und den Leerstellen des familiären Schweigens entsteht das eindringliche Porträt eines Lebens, das aus der Erinnerung gelöscht werden sollte.
„Mein wahrer Name ist Elisabeth“ ist weit mehr als ein Roman. Das vielfach ausgezeichnete Debüt verbindet autobiografische Spurensuche, wissenschaftliche Recherche und literarisches Erzählen. Dokumente, Familienbriefe, Gespräche und persönliche Reflexionen fügen sich zu einer vielstimmigen Erzählung, in der die Autorin zugleich ihre eigene Suche nach Wahrheit nachvollziehbar macht. So zeichnet sie ein ebenso persönliches wie gesellschaftliches Panorama über das Schweigen und Vergessen, vor allem aber über das Fortwirken von Traumata über Generationen hinweg.

Am Schicksal ihrer Urgroßmutter wird zugleich ein dunkles Kapitel der Psychiatriegeschichte sichtbar. Frauen, die nicht dem gesellschaftlich erwarteten Bild entsprachen, galten schnell als „hysterisch“ oder „schwierig“ und wurden weggesperrt. Selbstbestimmung wurde zur Diagnose, Medizin zum Mittel der Kontrolle. Es folgten Lobotomien, Zwangsbehandlungen und jahrzehntelange Internierungen. Biografien wurden ausgelöscht, oft auch aus dem Gedächtnis der eigenen Familien. Adèle Yon holt dieses verdrängte Kapitel zurück ins öffentliche Bewusstsein und zeigt eindrucksvoll, wie Macht, Gewalt und Schweigen bis heute nachwirken.

Adèle Yon, 1994 in Paris geboren, studierte an der École Normale Supérieure und promoviert im kreativen Forschungslabor SACRe. Sie arbeitet als Autorin, Filmwissenschaftlerin und Köchin in Paris. „Mein wahrer Name ist Elisabeth“ ist zugleich literarisches Debüt und Grundlage ihrer Dissertation. In Frankreich wurde das Buch als außergewöhnliches Werk gefeiert, das Literatur, dokumentarische Recherche und Familiengeschichte auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet.

"Mein wahrer Name ist Elisabeth"
"Meistens bleibt ja die Frau zuhause"
© © David Parry for Booker Prize Foundation

"Meistens bleibt ja die Frau zuhause"

Banu Mushtaq

Ausgezeichnet mit dem International Booker Prize 2025
Erstmals direkt aus dem Kannada ins Deutsche übersetzt

Mit dem International Booker Prize 2025 wurde Banu Mushtaq weltweit bekannt. Nun erscheint ihr Erzählband „Meistens bleibt ja die Frau zu Hause“ erstmals auf Deutsch. Zwölf eindringliche Geschichten über zwölf Frauen in Indien, die sich religiösen Zwängen, familiären Erwartungen und gesellschaftlicher Ungerechtigkeit widersetzen.

Ashraf wird von ihrem Mann verlassen, weil sie ihm nur Töchter zur Welt bringt. Jamila soll im Namen der Religion um ihr Erbe gebracht werden. Akhila lebt mit einem Mann, der kaum ein Wort mit ihr spricht, aber bei jeder Begegnung mit seiner Mutter in Begeisterung ausbricht. Sie alle verbindet die Erfahrung, dass private Entscheidungen selten nur privat sind. Doch Banu Mushtaq erzählt nicht allein von Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Ihre Figuren begegnen den Zumutungen ihres Alltags mit Witz, Beharrlichkeit und überraschender Widerstandskraft.

Die Geschichten spielen in einem von sozialen Ungleichheiten, Korruption und patriarchalen Strukturen geprägten Umfeld. Mit großer Klarheit, Empathie und oft feinem Humor schildert Banu Mushtaq die kleinen und großen Formen weiblicher Selbstbehauptung. Ihre Erzählungen handeln von Trauer und Wut, aber auch von Würde, Solidarität und Hoffnung – und von Fragen, die weit über Indien hinausweisen.
Die Texte entstanden über drei Jahrzehnte hinweg und wurden ursprünglich auf Kannada geschrieben, einer der großen Literatursprachen Südindiens. Dass sie nun erstmals direkt aus dem Kannada ins Deutsche übersetzt wurden, ist eine literarische Besonderheit. Banu Mushtaq eröffnet damit einen Zugang zu einer bedeutenden literarischen Tradition, die im deutschsprachigen Raum bislang kaum wahrgenommen wird, und wir laden Sie herzlich ein, sie bei uns kennen zu lernen.

Banu Mushtaq, geboren 1948 in Hassan im indischen Bundesstaat Karnataka, ist Autorin, Anwältin und Frauenrechtsaktivistin. Sie schreibt auf Kannada und veröffentlichte Erzählungen, Essays, Gedichte und einen Roman. „Meistens bleibt ja die Frau zu Hause“ versammelt Geschichten aus drei Jahrzehnten ihres Schaffens; die englische Ausgabe „Heart Lamp“ wurde 2025 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet.

"Meistens bleibt ja die Frau zuhause"

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