1972 nahm der brasilianische Komponist und Musiker Arthur Verocai ein Album auf, das bei Kritik und Publikum gleichermaßen durchfiel – und heute zu den größten Meilensteinen der brasilianischen Populärmusik zählt. »I could listen to the album everyday for the rest of my life«, sagte etwa Produzentenurgestein Madlib über Verocais nur 30 Minuten langes Meisterwerk, das Jazz, Bossa Nova und Psychedelic Folk zu einem neuen, ebenso entspannten wie aufregenden Sound verknüpfte.
Die zweite Karriere des Arthur Verocai begann in den 90ern, als US Rapper wie MF DOOM und Ludacris seine orchestralen Harmonien sampelten und sein 72er Album als eine der wertvollsten Platten aller Zeiten gehandelt wurde. Verocai veröffentlichte schließlich weitere Alben, arrangierte für Bands wie BadBadNotGood, Hiatus Kaiyote oder Tyler, The Creator, und verkaufte 2024 große Konzertsäle wie das Amsterdamer Concertgebouw und das Londoner Barbican aus.
Dass vor allem auch junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren zu seinen Konzerten strömen, zeigt Arthur Verocais generationsübergreifende Anziehungskraft. Nun kommt der 1945 geborene Musiker nach Europa, um als Headliner bei großen Festivals und exklusiv in Deutschland in der Elbphilharmonie zu spielen – u.a. mit Sänger Rogê, der zuletzt beim Überjazz Festival auf Kampnagel spielte, und dem 20-köpfigen Nu Civilisation Orchestra: eins von drei Kooperationskonzerten der Elbphilharmonie mit dem Internationalen Sommerfestival Kampnagel.
BESETZUNG
Nu Civilisation Orchestra jazz ensemble
Paula Santoro vocals
Rogê vocals
Ricardo Verocai piano
Arthur Verocai conductor