Ausstellungseröffnung: Daniel Hopp – Fictional Healing Ausstellungen

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    © Daniel Hopp, Fictional Healing, 2025/26 (Filmstill), Courtesy der Künstler / ania maria wanda

Transitorte, wie Bahnhöfe oder öffentliche Plätze, sind Räume, an denen gesellschaftliche Brüche besonders sichtbar werden – etwa am Leopoldplatz in Berlin oder rund um das Drob Inn, eine Kontakt- und Beratungsstelle mit Drogenkonsumräumen unweit des Hamburger Hauptbahnhofs. Suchterkrankungen, Obdachlosigkeit und akute Überlebensstrategien treffen hier auf urbane Mobilität, Konsum, Kunst und Kultur. Genau an diesem Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Brüche setzt Daniel Hopps Arbeit an.

Im Zentrum seiner ersten institutionellen Einzelausstellung steht die mehrteilige Filminstallation Fictional Healing. Darin hinterfragt der Künstler stigmatisierende Narrative über Abhängigkeit und entwirft Bilder von Fürsorge, die neue Handlungsspielräume öffnen. Die immersive Installation verbindet Humor und Ernst und schafft dabei einen Resonanzraum, in dem kollektive Imagination Selbstermächtigung ermöglicht. Ausgehend von eigenen Erfahrungen entwickelt Daniel Hopp in beziehungsorientierten Prozessen gemeinsam mit suchtbetroffenen Menschen dokufiktionale Filmszenen. Ihre persönlichen Geschichten, Träume und Fantasien werden in Interviews verhandelt und mit Laiendarsteller*innen und professionellen Schauspieler*innen neu inszeniert. Ergänzend eröffnet eine Reihe von filmischen Porträts Einblicke in die Lebensrealitäten der Protagonist*innen.

Innerhalb einer monumentalen Raumarchitektur verdichten sich Filme und KI-generierte Bilder zu einer eindringlichen Erfahrung, getragen von einer Soundlandschaft, die sich über die gesamte Halle entfaltet. So macht die Ausstellung soziale Brennpunkte sichtbar und zeigt, wie Realität, Dokumentation, kollektive Imagination und filmische Fiktion miteinander verschränkt werden – zu einem Werk, das Betroffenen eine Stimme gibt, das berührt, irritiert und Fragen nach Verantwortung, Repräsentation und Teilhabe aufwirft.

Special Guest des Eröffnungsabends ist der Produzent und DJ Johannes Haas, bekannt als L.F.T, der den Sound der Installation komponiert hat. Ab 21 Uhr spielt er ein Set, das den Klang der Ausstellung bis ins Foyer erweitert.

Kuratiert von Anna Nowak

Der für die Ausstellung entstandene Film Fictional Healing wurde produziert von Ania Kolyszko (Kreativproduzentin, ania maria wanda).

Mit freundlicher Unterstützung der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Claussen-Simon-Stiftung.

Dies ist ein Eintrag aus der Veranstaltungsdatenbank für die Metropolregion Hamburg.
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© Kunsthaus Hamburg / Jaewon Kim

Kunsthaus Hamburg

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