Lyonel Feininger (1871–1956) kam 1887 mit seinen Eltern von New York nach Hamburg – seinem ersten Anlaufpunkt für die künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule. Später wechselte er nach Berlin und wurde 1921 Leiter der Grafischen Werkstatt am Bauhaus Weimar. Ursprünglich wollte er Violine studieren.
Das Bachfest-Spezialprojekt 2026 „Die Kunst der Fuge“ widmet sich ihm in Ausstellung und Vortrag. Kunsthistoriker Ulrich Luckhardt, Feininger-Spezialist, spricht zum 70. Todesjahr über dessen Hamburg-Bezug, synästhetische Interessen, musikalische Bestrebungen und Bach-Studien. Feininger analysierte Die Kunst der Fuge und Wohltemperiertes Klavier, komponierte 1921–1926 selbst 13 Fugen – inspiriert von der durch Felix Mendelssohn-Bartholdy eingeleiteten Bach-Renaissance.