Eine Stimme, die alle Sprachen spricht und von allen verstanden wird? Es war ein kluger Einfall, den Propheten Salomon mit der Stimme des Cellos sprechen zu lassen. Bloch griff die Idee nur allzu gerne auf – und arbeitete seine ursprünglich als Vokalwerk geplante Komposition zu einer Rhapsodie für Cello und Orchester um. 1917 in New York uraufgeführt, hat diese Hymne auf die Kraft der Musik nichts an ihrer Aktualität eingebüßt und gehört zu den absoluten Paradestücken von Sol Gabetta. In Blochs elegischem Cellopart kann sie die Intensität ihres Spiels und ihre Fähigkeit, Geschichten in Musik zu erzählen voll ausschöpfen. In Jakub Hrůša hat sie einen Bruder im Geist gefunden, der für seine raffinierte Programmgestaltung bekannt ist: In diesem Fall sind es Sinfonien von Beethoven und Martinů, die eine spannende Klammer bilden.
BESETZUNG
Bamberger Symphoniker Orchester
Sol Gabetta Violoncello
Jakub Hrůša Dirigent
PROGRAMM
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Ernest Bloch
Schelomo
- Pause -
Bohuslav Martinů
Sinfonie Nr. 4