Christian Y. Schmidt, langjähriger Redakteur des Satiremagazins Titanic, ist nicht nur für seine gefeierte Belletristik – etwa Der letzte Huelsenbeck – bekannt, sondern auch für seine außergewöhnlichen China-Bücher, darunter der Spiegel-Bestseller "Allein unter 1,3 Milliarden". Kein Zufall: Mehr als fünfzehn Jahre lebte er in Peking und bereiste das Land intensiv.
Zum Abschied aus China fuhr er die historische Route des „Langen Marsches“ der Roten Armee nach – jenes legendären Gründungsmythos der Volksrepublik China. In fünf Monaten legtener und ein Freund rund 7.000 Kilometer mit dem E-Bike zurück: durch Tibet, über mehr als 4.000 Meter hohe Pässe, durch Sandstürme und abgelegene Landschaften. Es gab Pannen, Platten, Strapazen – und unzählige überraschende Begegnungen. Immer wieder folgten sie dabei auch den Spuren von Otto Braun, jenem deutschen Revolutionär an Maos Seite, der bis heute in China beinahe legendären Status genießt.
Der eine ist Radreiseveranstalter, der andere „nur“ Schriftsteller. Beide weder besonders jung noch außergewöhnlich trainiert – aber offenbar immer noch ein wenig verrückt. Zum Glück. - Ihre Erlebnisse hat Christian Y. Schmidt in seinem Buch "Der lange Fahrrad-Marsch" festgehalten. Er schreibt nicht als Reiseführer, sondern als neugieriger, humorvoller und genauer Beobachter – mal spannend, mal komisch, mal nachdenklich. Heribert Prantl würdigte das Buch in der Süddeutschen Zeitung als „aufregend, unglaublich informativ und staunenswert“. Anmeldungen: www.schwarzenaechte.de