Die Ausstellung des Naturfotografen Harald Lemke präsentiert die eindrucksvollsten Bäume des Sachsenwaldes in großformatigen Fotografien.
Ausstellungszeitraum: 20. März 2026 bis 03. Mai 2026
Die Ausstellung des Naturfotografen Harald Lemke präsentiert die eindrucksvollsten Bäume des Sachsenwaldes in großformatigen Fotografien.
Um die Natur geht es jedoch nur vordergründig. Die Bilder berühren uns ganz besonders, denn alte Bäume sind ein Sinnbild des Lebens. Sie erzählen vom Werden und Vergehen, vom Kampf um das Licht und vom trotzigen Widerstand gegen Sturm und Wetter. Und sie strahlen eine besondere Würde aus, selbst im Sterben. Wer einen alten Baum in aller Ruhe betrachtet und auf sich wirken lässt, wird Hermann Hesse verstehen, für den solche Bäume heilig waren.
Die Baumporträts von Harald Lemke zeigen, dass unser Wald keine uniforme grüne Masse ist, sondern von individuellen Bäumen mit ureigenem Charakter geprägt wird. Wer die Ausstellung gesehen hat, wird beim nächsten Spaziergang mit anderen Augen durch den Wald gehen. Und vielleicht hören auch Sie dann, wie ein ein alter Baum uns streng zurechtweist: „Sei still! Sieh mich an.“
Zur Vernissage am 20.03.26, 19:00 Uhr ist der Eintritt frei.
Begrüßung: Bürgermeister Björn Warmer
Einführungsgespräch: Elke Güldenstein
Alter Mann zeigt alte Bäume. So what?
Auf diese lakonische Formel ließe sich meine Ausstellung „Die alten Bäume des Sachsenwaldes“ verkürzen. Ich betrachte den Hinweis auf mein fortgeschrittenes Alter in diesem Zusammenhang als wesentlich, denn: Es gibt Motive, die sich erst mit wachsender Lebenserfahrung erschließen und die alten Bäume gehören wahrscheinlich dazu.
Natürlich muss man nicht alt sein, um Gefallen an ihrer besonderen Ästhetik zu finden. Aber es fällt leichter, sich mit dem Wesen eines alten Baumes auseinanderzusetzen, wenn man bereits durch existenzielle Krisen gegangen ist, die eigene Endlichkeit gespürt, den Willen und die Kraft zum Leben erfahren hat. Wille und Kraft zur eigenen Existenz - das findet sich auch in den alten Bäumen des Sachsenwaldes. Das macht sie nicht nur zu einer Projektionsfläche für unser eigenes Dasein mit seinen Höhen und Tiefen, sondern auch zu besonderen Fotomotiven.
Harald Lemke