Krimilesung mit musikalischen Träumereien von Schumann, Mendelssohn, Debussy u.a.
Erinnerungskonzert zum 170. Geburtstag von Sigmund Freud
Samstag, 16.05.2026, 18.00 Uhr
Luthersaal Bahrenfeld (Lutherhöhe 22, 22761 Hamburg)
Veranstalter: Luthergemeinde Bahrenfeld
Eintritt frei, Spende erbeten
Im Rahmen der Konzertreihe "Zeitpunkte" soll anlässlich des 170. Geburtstag des Begründers der Psychoanalyse, Sigmund Freud, an die wichtigen Impulse dieses Mediziners für die Psychotherapie erinnert werden - mit einer Krimilesung. Der Schriftsteller Frank Posiadly wird Auszüge aus seinem 2024 erschienenen Kriminalroman „Freud schweigt“ (Gmeiner-Verlag) lesen. Posiadly, der seit seinem Studium der Psychologie und Journalistik in Hamburg wohnt, absolvierte das Aufbaustudium Film bei Hark Bohm, verfasste zahlreiche Drehbücher (u.a. für „Tatort“, „Notruf Hafenkante“, „Herzkino“) und wurde mehrfach ausgezeichnet. In „Freud schweigt“ geht es um die frühen Jahre des Wiener Arztes, der 1886 nach Hamburg reiste, um seine Verlobte Martha Bernays zu heiraten. Posiadly verknüpft darin die aus dem Briefwechsel der beiden gut dokumentierten Fakten und Fiktion zu einem spannenden Kriminalfall, der nicht nur die enormen sozialen
Unterschiede in der Hansestadt des ausgehenden 19. Jahrhunderts beleuchtet, sondern auch die eigenen Erfahrungen des Autors als Psychologe reflektiert. Eine traumatisierte Patientin spielt dabei eine zentrale Rolle.
Die „Traumdeutung“ von 1889 war Freuds wohl wichtigstes Buch, jedenfalls was die Breitenwirkung betrifft. Daher wird die Musik des Abends sich rund um das Thema Traum bewegen, mit Träumerei- und Rêverie-Kompositionen von Schumann, Mendelssohn, Debussy u.a.
Frank Posiadly, Texte
Harald Maihold, Klarinette | Bassetthorn
Sabine Mennerich, Klavier