In seinem Frühwerk "De Ente et Essentia" ("Über Seiendes und Wesenheit") hat Thomas von Aquin ein Argument für die Existenz Gottes vorgelegt, das von einer simplen Unterscheidung von Was-Sein und Dass-Sein ausgeht: Alle uns bekannten raumzeitlichen Dinge, einschließlich unserer selbst, haben ein beschreibares Wesen (eine Natur). Aus keiner Wesensbeschreibung einer Sache aber ergibt sich ihre Existenz.
Was also garantiert das tatsächliche Existieren einer Sache? Die These des Thomas: letztlich nur etwas, dessen Wesen mit der Existenz identisch ist, und das ist Gott.
Sebastian Ostritsch ist promovierter und habilitierter Philosoph. Er lehrt als Privatdozent an der Universität Heidelberg und arbeitet als Redakteur bei der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost". Zuletzt erschien von ihm "Serpentinen. Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung" bei Matthes & Seitz Berlin.
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Ablauf
_19:00 Ankommen
_19:30 Vortrag und Dialog
_20:30 Austausch bei Essen und Getränken
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Während der Veranstaltungen werden Foto-, Video- & Ton-Aufnahmen erstellt. Gib uns zu Beginn bitte kurz bescheid, wenn Du nicht aufgenommen werden möchtest.
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