Die Reihe "Wissenschaft unter Druck" nimmt aktuelle Gefahren für Wissenschaft in den Blick. Die Vorträge fragen nach den Bedingungen des Funktionierens von Wissenschaft in demokratischen Gesellschaften und will Potenziale ihrer Resilienz freilegen.
Demokratie ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr: Sie steht massiv unter Druck - und mit ihr zentrale Rahmenbedingungen unserer wissenschaftlichen Arbeit, darunter etwa die Wissenschaftsfreiheit sowie ein Bekenntnis zum Wert von Vielfalt. Es gehört zu unserer Verantwortung als Wissenschaftsgemeinschaft, demokratische Strukturen zu schützen. Aber wie? Im Vortrag werden konkrete Maßnahmen benannt, mit denen Wissenschaftler:innen und Wissenschaftsinstitutionen ihrer Demokratieverantwortung gerecht werden können.
Dr. Amrei Bahr ist seit 2022 Juniorprofessorin für Philosophie der Technik und Information an der Universität Stuttgart und forscht dort u.a. zur Ethik der Künstlichen Intelligenz. Sie ist preisgekrönte Wissenschaftskommunikatorin. Ihr wissenschaftspolitisches Engagement gilt u.a. der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der deutschen Wissenschaft mit der Initiative #IchBinHanna sowie dem Einsatz für die Demokratie seitens der Wissenschaft mit der Aktion #LauteWissenschaft. Zu ihren Publikationen gehören unter anderem: #IchBinHanna. Prekäre Wissenschaft in Deutschland (mit Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon) Berlin 2022; "Wissenschaftskommunikation zwischen Kommunikationspflichten und Grenzen des Sagbaren", in: Zeitschrift für medizinische Ethik 70 (2024), 435-452 (im Erscheinen) sowie "#ACertainDegreeOfResponsibility. Wer trägt Verantwortung im Wissenschaftssystem?" (mit Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon), in: Bedingungen der Wissensproduktion. Qualifizierung, Selbstoptimierung und Prekarisierung in Wissenschaft und Hochschule, hrsg. v. Stefanie Leinfellner, Friederike Thole, Stephanie Simon und Julian Sehmer, Opladen/Berlin/Toronto 2023.