Die Hamburger Orchestergemeinschaft lädt mit ihrer Konzertmatinee dazu ein, einen großen musikalischen Bogen durch das frühe 19. Jahrhundert zu erleben. Ludwig van Beethovens Auszüge aus der Ballettmusik »Die Geschöpfe des Prometheus« eröffnen das Programm mit energiegeladenem Esprit und aufklärerischem Pathos. Die Musik feiert den schöpferischen Menschen und lässt zugleich Beethovens dramatische Handschrift und visionären Gestaltungswillen eindrucksvoll hervortreten. Im Zentrum des Vormittags steht Max Bruchs erstes Violinkonzert, eines der meistgeliebten Werke der romantischen Konzertliteratur. Seine weitgespannten, gesanglichen Melodien und die leidenschaftliche Virtuosität machen dieses Werk zu einem emotionalen Höhepunkt von großer Ausdruckskraft und innerer Intensität.
Solistin ist Carlotta Nordmann, die dem Publikum der Hamburger Orchestergemeinschaft bereits aus früheren Konzerten auch als Konzertmeisterin vertraut ist. 1999 in Frankfurt am Main geboren und in Frankreich aufgewachsen, erhielt sie dort ihren ersten Violinunterricht, bevor sie ihre musikalische Ausbildung nach dem Umzug nach Hamburg fortsetzte. Als Solistin konzertierte Carlotta Nordmann mit verschiedenen Orchestern im In- und Ausland, darunter Auftritte in Italien, Ungarn und China sowie in der Elbphilharmonie Hamburg. Sie war langjährige Konzertmeisterin des Landesjugendorchesters Hamburg und ist derzeit Konzertmeisterin des Jungen Kammerorchesters Hamburg. Darüber hinaus musizierte sie u.a. im NDR Jugendsinfonieorchester, der jungen norddeutschen philharmonie, der Hamburger Camerata sowie der Neuen Philharmonie Hamburg.
Den Abschluss des Konzertvormittags bildet Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 5 »Reformation«, ein Werk von monumentalem Anspruch und geistiger Geschlossenheit. Mendelssohn verbindet hier barocke Formelemente mit romantischer Klangsprache und schafft eine Sinfonie von kraftvoller architektonischer Klarheit und feierlicher Wirkung.
Gestaltet wird dieser Konzertvormittag von der Hamburger Orchestergemeinschaft, einem der ältesten Amateurorchester Hamburgs. Gegründet im Jahr 1904, widmet sich das Ensemble seit über 120 Jahren der Pflege des großen sinfonischen Repertoires von der Klassik bis zur Romantik und ist mit seinem künstlerischen Engagement ein fester Bestandteil des Hamburger Musiklebens.
BESETZUNG
Hamburger Orchestergemeinschaft Orchester
Carlotta Nordmann Violine
Wolf Tobias Maximilian Müller Dirigent
PROGRAMM
Ludwig van Beethoven
Auszüge aus die Geschöpfe des Prometheus op. 43
Max Bruch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 5 D-Dur op. 107 »Reformationssinfonie«