Von den 1950er Jahren bis zu ihrem Tod im Jahr 2008 entwickelte Rothman ein einzigartiges feministisches Œuvre, in dem Alltäglichkeit vor dem Hintergrund ihrer Biografie und Geschichte verhandelt wird und wo die Künstlerin eine radikale, gelebte Gegenwart nach der Shoah herstellt. Ihr Werk verhandelt Zeitlichkeit und Vergänglichkeit, unter anderem durch die Konservierung von Stoffen und Kleidung, und wandelt sich von abstrakter Malerei zu postkonzeptueller feministischer Skulptur. Durch wiederkehrende Gesten – Nähen, Ausbessern und Einhüllen, das Einritzen von Texten in Stoff oder Papier und das Zusammenhalten zerrissener oder zerfallender Fragmente – materialisiert Rothman sowohl Vergänglichkeit als auch Erinnerung und betont dabei Kleidung als Membran zwischen zerbrechlichen Körpern und der sie umgebenden Welt. Rothmans gestische Poetik versteht Reparatur als eine Materialisierung des Fortdauernden, geleitet von der Frage: “Wie kann Leben gerettet und erhalten werden trotz andauernder Zerstörung?”
Lenke Rothman: Quality of Life Ausstellungen
Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.
Suche
Sprachen
Google translator for other languages
Please note that this is an automatic translation.
For better information, you can always switch to the German or English version