Die jüdische Geschichte Hamburgs reicht über 400 Jahre zurück. Von Beginn an ist sie geprägt von kultureller, sprachlicher und religiöser Vielfalt. Die Ausstellung „Menschen & Orte. Hamburgs jüdische Geschichte“ nimmt diese vielschichtige Vergangenheit zum Ausgangspunkt, um jüdisches Leben in Hamburg in seiner historischen Tiefe und gegenwärtigen Diversität sichtbar zu machen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen prägende Orte in Hamburg, an denen sich Fragen zur Entstehung und Zuschreibung von Identitäten, zur Erfahrung von Zugehörigkeit und Ausgrenzung sowie die verschiedenen politischen, sozialen und kulturellen Beziehungsgefüge jüdischer Lebensrealitäten in Geschichte und Gegenwart veranschaulichen lassen. Mit historischen Objekten, künstlerischen Positionen und multimedialen Formaten soll anhand von Orten wie dem Hamburger Hafen, dem jüdischen Friedhof, dem Haus Salomon Heines sowie dem Kontorhausviertel und der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Aby Warburgs aufgezeigt werden, wie kulturelle, religiöse und soziale Positionen verhandelt, Alltagspraktiken gestaltet und sozioökonomische Strukturen wirksam wurden.
Die Ausstellung „Menschen & Orte. Hamburgs jüdische Geschichte“ bildet zudem einen weiteren Schritt in der aktuellen Diskussion über ein Jüdisches Museum in Hamburg.