Das Festival »Elbphilharmonie Visions« geht in die dritte Runde: Alle zwei Jahre präsentieren Elbphilharmonie und NDR zehn Tage lang die besten zeitgenössischen Orchesterwerke der letzten Jahrzehnte. Eine »Momentaufnahme der aktuellen Musikwelt« will diese Biennale sein, sagt Alan Gilbert. Der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters hat das Festival initiiert und dirigiert natürlich das Eröffnungskonzert.
Sechs Töchter, jede mit eigener Haltung, jedes Gesicht ein kleines Eigenleben: so wie die Karyatiden, also die Statuen in Frauenform im Erechtheion-Tempel auf der Athener Akropolis, erzählt Veljko Nenadićs neues Orchesterwerk »Six Caryatids« eine vielstimmige Geschichte. Mit der Uraufführung dieses Auftragswerks der Claussen-Simon-Stiftung wird das Festival »Elbphilharmonie Visions« mit einem klaren Bekenntnis zur Gegenwart eröffnet: groß besetzt, klanggewaltig, feierlich wie ein musikalischer Aufstieg auf den Akropolishügel.
Danach lodert Daníel Bjarnasons »Inferno« auf: Ein Konzert für Schlagzeug und Orchester, in dem die renommierte Perkussionistin Vivi Vassileva zwischen Marimbafon, Gongs, japanischen Taiko-Trommeln und der baskischen Txalaparta ein feuriges Kaleidoskop entfacht. Solistin und Orchester begegnen sich auf Augenhöhe – als Partner in einem dramatischen Parcours durch unterschiedliche Aggregatzustände von Klang.
BESETZUNG
NDR Elbphilharmonie Orchester Orchester
Vivi Vassileva Schlagwerk
Alan Gilbert Dirigent
PROGRAMM
Veljko Nenadić
Six Caryatids – Epos für Orchester (Uraufführung)
Daníel Bjarnason
Inferno
Das Konzert findet ohne Pause statt.