»Concordia Salus« – Wohlergehen durch Harmonie – lautet das Motto von Montréal. Das Orchestre symphonique de Montréal und sein Chefdirigent Rafael Payare nehmen es wörtlich: mit wunderbaren Harmonien vom Impressionisten Claude Debussy, dem Spätromantiker Richard Strauss und der Zeitgenossin Gabriela Ortiz.
In ihrem Cellokonzert »Dzonot« – maßgeschneidert für die Cellistin des Abends Alisa Weilerstein – beschwört die mexikanische Komponistin Gabriela Ortiz die Schönheit der Natur ihres Landes: Mystische Höhlen mit heiligen Wassertümpeln, der Jaguar, der elegant durch die Wälder streift oder jadefarbene Flüsse, die sich durch die Landschaft schlängeln.
»Herrgott, wie ist das schwer zu spielen!« Claude Debussy war ein bisschen stolz auf seine »L’isle joyeuse«, denn er hat es geschafft, seine farbintensiven Klangvorstellungen auf die schwarz-weißen Tasten zu übertragen. Noch bunter wird das Bild der »Insel der Freuden« nur, wenn sich ein großes Orchester die Noten teilt.
Auch wenn Richard Strauss in einem ganz anderen Stil komponierte, mit Orchesterfarben kannte er sich ebenso gut aus wie sein französischer Kollege. Für seine sinfonische Dichtung »Ein Heldenleben« verwendete er die ganze Palette des Orchesters: Acht Hörner, fünf Trompeten, vierfach besetzte Holzbläser, üppiges Schlagwerk und ein riesiges Streichorchester erzählen den Kampf eines Helden gegen seine Widersacher – schildert Strauss den eigenen gegen seine Kritiker?
BESETZUNG
Orchestre symphonique de Montréal Orchester
Alisa Weilerstein Violoncello
Rafael Payare Dirigent
PROGRAMM
Claude Debussy
L’isle joyeuse
Gabriela Ortiz
Dzonot
- Pause -
Richard Strauss
Ein Heldenleben