Kammermusik lebt von Nähe – musikalisch wie menschlich. In der Kammerkonzertreihe zeigt sich das Philharmonische Staatsorchester in seiner persönlichsten Form: im direkten Austausch, getragen von der Neugier und Handschrift der Musiker:innen selbst. Im Beethoven-Jahr begegnet ihnen sein Geist in allen Programmen – hier im spielerischen Umgang mit Veränderung und Weiterentwicklung. Beethovens Variationen über das Lied »Ich bin der Schneider Kakadu« zeigen mit Witz und Kunstfertigkeit, wie er eine damals in Wien populäre Melodie in einem Klaviertrio zu überraschenden Wendungen verwandelt.
Der rote Faden dieses Programms ist das Prinzip der Variation – als musikalisches Weiterdenken über Gattungsgrenzen und Jahrhunderte hinweg. Schuberts Forellenquintett stellt die Melodie des Lieds »Die Forelle« in einem ausladenden Variationensatz in kunstvollen instrumentalen Miniaturen dar. Dieselbe Melodie verarbeitet 200 Jahre später der kroatische Komponist Dejan Lazić in seinem einsätzigen »Forellenteich«, der Schuberts Klassiker direkt zur Seite gestellt ist. Enjott Schneiders »Schubert-Gedanken« wiederum nimmt drei Schubertsche Vorlagen als Ausgangspunkt und übersetzt sie in moderne Klangwelten.
BESETZUNG
Andrew Hamilton Bariton
Sebastian Deutscher Violine
Thomas Rühl Viola
Clara Grünwald Violoncello
Felix von Werder Kontrabass
Camille Lemonnier Klavier
PROGRAMM
»Verwandlung«
Ludwig van Beethoven
Variationen G-Dur op. 121a »Ich bin der Schneider Kakadu«
Enjott Schneider
Schubert-Gedanken
Dejan Lazić
Der Forellenteich
Franz Schubert
Klavierquintett A-Dur D 667 »Forellenquintett«