Was inspiriert das eigene Schreiben? Wie sieht der Alltag zwischen erstem Entwurf und fertigem Buch aus? An diesem Freitagabend bringen die Ostschweizer Schriftstellerinnen Laura Vogt und Julia Sutter zeitgenössische Literaturproduktion aus der bergigen Ostschweiz direkt an die Elbe. In einem kurzweiligen Werkstattgespräch gewähren die beiden jungen Autorinnen Einblicke hinter die Kulissen ihrer kürzlich erschienen Romane. In einem dynamischen Wechselspiel aus gegenseitigen Interviews und Kurzlesungen erkunden sie ihre literarischen Vorbilder, teilen ihre persönlichen Schreibroutinen und machen ihre jeweiligen Arbeitsweisen greifbar.
Laura Vogt liest Passagen aus ihrem kürzlich veröffentlichten vierten Roman mit dem Titel «Das Jahr des Kalks» (Dörlemann Verlag), während Julia Sutter über ihren im März erschienen Debütroman «Und das wäre erst der Anfang» (Frankfurter Verlagsanstalt) Auskunft geben wird. Für einen Auszug aus ihrem Roman erhielt Laura Vogt im vergangenen Jahr ein Stipendium zur Teilnahme am Nature-Writing-Seminar der Stiftung Kunst und Natur in Nantesbuch. Ausserdem schaffte es «Das Jahr des Kalks» im April 2026 auf die SWR-Bestenliste.
Die dialogisch angelegte Veranstaltung ist Teil des übergeordneten St. Gallen-Hamburg-Projekts mit dem Titel «Transit» und ist konzeptionell als literarischer Austausch gedacht zwischen je zwei Autorinnen aus Hamburg und aus St. Gallen. Die Hamburger Seite wird von Sigrid Behrens und Stefanie Richter vertreten, während die Ostschweizer Autorinnen Julia Sutter und Laura Vogt St. Gallen repräsentieren. Innerhalb des Projekts soll sowohl ein Dialog zwischen Behrens und Richter, Sutter und Vogt, als auch zwischen den vier Autorinnen untereinander realisiert werden.
Laura Vogt (*1989) studierte Kulturwissenschaften an der Universität Luzern und Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Vor ihrem vierten Buch «Das Jahr des Kalks »publizierte sie die Romane «Die liegende Frau» (2023) bei der FVA, «Was uns betrifft» (2020) und «So einfach war es also zu gehen» (2016). Ihre Romane wurden mit diversen Werkbeiträgen und Stipendien ausgezeichnet und teilweise auf Englisch übersetzt. Nebst Prosa schreibt sie auch lyrische, dramatische und journalistische Texte. Zudem ist sie als Schriftdolmetscherin und Mentorin tätig.
Julia Sutter (*1987) lebt mit ihrer Familie in St. Gallen. Sie absolvierte den Bachelor in Literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Zur Förderung ihrer literarischen Projekte und für die Arbeit an »Und das wäre erst der Anfang« erhielt sie Atelierstipendien sowie Werkbeiträge von Stadt und Kanton St. Gallen. Neben dem Schreiben arbeitet sie in der Abteilung Kommunikation der reformierten Kantonalkirche.
Am 13. Juni findet das Werkstattgespräch zwischen den Hamburger Autorinnen Sigrid Behrens und Stefanie Richter in St. Gallen (CH) statt.
Beide Veranstaltungen werden von der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur (GdSL) unterstützt.
Begrüssung: Friederike Moldenhauer
Mit Büchertisch.