Themenführung mit dem Kurator Jannik Sachweh durch die Sonderausstellung "ÜBERWUNDEN"
Selbstverletzendes Verhalten hat viele Auslöser und Ausdrucksformen. Schnittwunden sind eine der bekanntesten Folgen. Bleibende Narben sind ein besonders auffälliges Zeugnis des Erlebten. Ein Tattoo über diesen Narben kann für Betroffene symbolische und heilsame Wirkung haben. Als Cover-up. Als Selbstschutz vor Blicken und neuen Verletzungen. Als Abschluss, als Neuanfang.
Acht Betroffene, die ihr selbstverletzendes Verhalten überwunden haben, erzählen ihre Geschichte und die ihrer Tattoos.
Die Ausstellung und das Buch „ÜBERWUNDEN – Tattoos auf Narben der Vergangenheit“ klären über selbstverletzendes Verhalten auf, indem acht Betroffene zu Wort kommen. Ausdrucksvolle Fotografien und Lebensgeschichten werden durch Interviews und ganz unterschiedliche Objekte und persönliche Gegenstände greifbar. Die Ausstellung zeigt Video-Interviews mit den Personen, die ihre Geschichte in der Ausstellung und im Buch zugänglich machen. Zusätzlich zeigt sie auch Hintergrundinformationen zu selbstverletzendem Verhalten, zu Hilfsangeboten und über Cover-up-Tattoos.
Am Sonntag, 8. Februar 2026, führt der Kurator Jannik Sachweh durch die Ausstellung und gibt spannende Einblicke hinter die Kulissen.
Das Begleitprogramm mit Lesungen, Führungen und Sonderveranstaltungen wird vom Überwunden-Team sowie der Psychiatrischen Klinik Lüneburg und der Ratsbücherei mitgestaltet.
Hinter dem Projekt steht ein Team rund um den Tätowierer Daniel Bluebird aus Lüneburg: die Grafikerin Sabrina Peters, Daniel Dreyer (Text), Kai-Hendrik Schroeder (Fotos) und Christian Verch (Film).
Die Sonderausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Museum Lüneburg dienstags bis sonntags geöffnet. Der Besuch und die Führung sind im Eintritt inklusive, alle bis 18 Jahre und Studierende der Leuphana erhalten freien Eintritt.