Wir müssen reden - miteinander und konstruktiv. Um die Frage der Raumnutzung und damit der nachhaltigen, inklusiven und resilienten Stadtentwicklung in Hamburg bestehen vielfältige Konflikte. Ihr schlüpft in eine fiktive Rolle und lernt diese friedlich auszuhandeln.
Die Nutzung von begrenztem, städtischem Raum zeigt exemplarisch die Herausforderungen im Umgang mit Zielkonflikten bei der Verwirklichung der SDGs. Einerseits ist gerade in einer Stadt wie Hamburg das Ziel einer nachhaltigen, inklusiven und resilienten Stadtentwicklung (SDG 11) von großer politischer Bedeutung, insb. mit Blick auf Fragen von Marginalisierung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Andererseits geraten durch vielfältige, gesellschaftliche Interessen, dem hohen Handlungsdruck zur nachhaltigen Stadtentwicklung und Umsetzung ambitionierter Klimaziele demokratische Prozesse, individuelle Freiheitswahrnehmungen und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Spannung (SDG 16).
In der Friedensforschung gilt als Grundannahme, dass solche Zielkonflikte unauflösbar sind, zugleich existieren aber Instrumente und Verfahren für ihre konstruktive Bearbeitung. Die Session wird als partizipativer Szenarienworkshop gestaltet. Die Teilnehmenden schlüpfen in fiktive Rollen und setzen sich mit ihren jeweiligen gesellschaftlichen Interessen, Bedürfnissen und Perspektiven aktiv mit beispielhaften, Hamburg spezifischen Nutzungskonflikten im Stadtraum auseinanderzusetzen.
Der Workshop wird durch eine inhaltliche Einleitung und abschließende Reflexionsphase eingebunden und professionell moderiert. Die Teilnehmenden entwickeln Visionen zur Nutzung öffentlichen Raums, lernen deren Ambivalenzen kennen und Konflikte auszuhandeln und identifizieren so konstruktive Methoden und Verfahren im Umgang mit Zielkonflikten.