Renaud Capuçon, einer der herausragenden Geiger unserer Zeit und gefeiert für seine fesselnde Musikalität und subtile Ausdruckskraft, kehrt zu den Symphonikern zurück – nicht nur als Solist, sondern erstmals beim Laeiszhalle Orchester auch als Dirigent. Im Gepäck hat er ein Programm, das einen Bogen spannt von eleganter französischer Leichtigkeit über intime, reflektierende Solomomente bis hin zu einer spätromantisch verdichteten, orchestral strahlenden Schlusssteigerung.
Das Konzert eröffnet mit Gabriel Faurés heiteren »Masques et bergamasques«, die mit großer Leichtigkeit und Eleganz leuchten. Robert Schumanns emotional intensives Cellokonzert ist wie geschaffen für den Cellisten Truls Mørks und seine meisterhafte Fähigkeit, selbst die feinsten Nuancen des Violoncellos hörbar zu machen.
Ein besonderes Highlight dieses VielHarmonie-Konzertes ist die Wiederentdeckung von Charlotte Sohy: Ihr Werk »Thème varié« für Violine und Orchester – komponiert von einer Frau, die in ihrer Zeit von Fauré und Kollegen hochgeschätzt wurde – ist ein erfrischendes Zeugnis weiblicher Kreativität in einer von Männern dominierten (Musik-)Welt. Den Abschluss des Konzertprogramms bilden die vier symphonischen Zwischenspiele aus Richard Strauss’ Oper »Intermezzo«, in denen der Komponist sich selbstbewusst-ironisch und musikalisch äußerst farbenreich mit der Ehe auseinandersetzt.
Ein wahrlich »viel-harmonisches« Programm, das nicht zuletzt auch auf musikalischer Ebene von Mann und Frau erzählt und bei dem zwei Künstler zu Gast sind, deren Virtuosität und Ausdruckskraft jedes Detail zum Leben erweckt.
BESETZUNG
Symphoniker Hamburg Orchester
Truls Mørk Violoncello
Renaud Capuçon Violine und Leitung
PROGRAMM
Gabriel Fauré
Masques et Bergamasques
Robert Schumann
Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Charlotte Sohy
Thème varié für Violine und Orchester op. 15
Richard Strauss
Vier sinfonische Zwischenspiele aus »Intermezzo« op. 72