Teufelswurm erzählt die Geschichte eines Mannes, genannt Tsafendas, der 1966 den südafrikanischen Premierminister Hendrik Verwoerd tötete – und vom Apartheid‑Regime bewusst als „geistig unzurechnungsfähig“ dargestellt wurde, um seine politischen Motive zu verschleiern.
Das Stück folgt seinem Leben zwischen Migration, Bildung und moralischer Überzeugung und zeigt, wie staatliche Bürokratie und manipulierte Gutachten eine historische Lüge konstruierten. Ein Chor aus Beamten, Psychiatern und Archivaren verkörpert die offizielle Erzählung, während Zeugen und Dokumente nach und nach die Wahrheit freilegen, nicht als bloßes Attentat, sondern als ein Akt gegen ein unmenschliches System.
Am Ende steht Tsafendas als Mensch im Zentrum, dessen Geschichte neu erzählt werden muss.
Weil Wahrheit Zeit braucht. Weil Theater der Ort ist, an dem Geschichte neu sichtbar wird.