Näher am Original geht es kaum: Das Venice Baroque Orchestra ist in der Geburts- und Wirkungsstadt Vivaldis beheimatet und spezialisiert auf die Musik des Barock-Meisters. Unter der Leitung von Andrea Marcon und mit der Geigerin Chouchane Siranossian bringt das Ensemble ein Programm auf die Bühne, das Vivaldis musikalisches Spektrum zeigt – die berühmten »Vier Jahreszeiten« dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Neben diesem Evergreen glänzt Siranossian in Vivaldis Konzert »Grosso mogul«, einem Frühwerk des Komponisten, das mit seinen effektvollen Passagen und überbordender Virtousität schon Johann Sebastian Bach in seinen Bann schlug. Der bearbeitete das Konzert für die Orgel. Der mysteriöse Titel des Konzert bezieht sich vermutich auf den Großmogul Aurangzeb, der über Indien herrschte und auch in Europa berüchtigt war.
Nicht nur Bach wurde erheblich von Vivaldi beeinflusst, über die Grenzen hinweg brach ein wahres »Vivaldi-Fieber« aus. Damals waren aber nicht die »Vier Jahreszeiten« am bekanntesten, sondern der Zyklus »L’Estro Armonico« (Die harmonische Eingebung). Daraus spielt das Ensemble ein Konzert für zwei Violincelli und Streicher.
BESETZUNG
Venice Baroque Orchestra Kammerorchester
Chouchane Siranossian Violine
Andrea Marcon Leitung
PROGRAMM
Antonio Vivaldi
Sinfonia für Streicher und Basso continuo G-Dur RV 146
Antonio Vivaldi
Concerto für zwei Violoncelli, Streicher und Basso continuo g-Moll RV 531
Antonio Vivaldi
Concerto für Violine, Streicher und Basso continuo D-Dur RV 208 »Grosso Mogul«
- Pause -
Antonio Vivaldi
Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) op. 8