Mit dem plattdeutschen Theaterstück bringt die Speeldeel ein aktuelles Thema auf die Bretter: die Energiewende im ländlichen Raum - in einer pointierten Komödie.
Mit dem plattdeutschen Theaterstück „Eine Wärmepumpe für den Kuhstall“ bringt die Waldenauer Speeldeel ein Thema auf die Bretter, das sonst eher politischen Talkshows vorbehalten ist: die Energiewende im ländlichen Raum. Vor allem aber ist das Stück von Maro Mann eine pointierte Komödie.
Braucht ein bäuerlicher Betrieb moderne Heiztechnik? Vor dieser Frage steht der traditionsbewusste Bauer Franz, gespielt von Volkert Gasche: „Auf dem Hof hat sowieso meine Frau die Hosen an. Mein viel größeres Problem: Unsere Tochter ist die Letzte im Dorf, die nicht verheiratet ist. Was kann ich tun, damit sie nicht als olle Dorfjungfer endet?“ Mittendrin: die jüngere Generation, die zwischen Klimabewusstsein und wirtschaftlichem Druck steht; und Thorsten Ramcke als Bürgermeister Hannes: „Es ist mir eine Ehre, als Bürgermeister meines Dorfes ein junges deutsch-türkisches Paar zu verheiraten und damit auch noch die Integration zu feiern!“ Die erfahrene Regisseurin Kirsten Sörensen arbeitete zum ersten Mal mit dem Waldenauer Ensemble und hatte einiges zu tun, um aus vielen starken Charakteren ein Team zu machen: „Die Zahl der zu besetzenden Rollen hat mir schon Kopfzerbrechen gemacht. Aber das Stück ist eben auch besonders vielschichtig. Die Komödie beschreibt auf eine liebenswerte Art, wie es in unserer Gesellschaft läuft. Ganz besonders dann, wenn es um die eigenen Interessen geht!“ Und damit wird das aktuelle Stück zur Garantie für einen Abend voller Lacher!