Kramer-Witwen-Wohnungen
Die Krameramtswohnungen in unmittelbarer Nähe des Hamburger Michels sind das letzte erhaltene Beispiel für eine ehemals typisch hamburgische Wohnhof-Anlage aus dem 17. Jahrhundert.
Die Krameramtswohnungen oder Kramer-Witwen-Wohnungen in unmittelbarer Nähe des Hamburger Michels sind das letzte erhaltene Beispiel für eine ehemals typisch hamburgische Wohnhof-Anlage aus dem 17. Jahrhundert.
Im Jahr 1375 schlossen sich die Kleinhändler (Krämer), die ihren festen Stand oder Laden in der Stadt besaβen und vornehmlich mit Gewürzen, Seidenstoffen und Eisenwaren handelten, im Krameramt zusammen. Diese wohlhabende Berufsorganisation lieβ auf dem Gelände bei der Michaeliskirche für jeweils 20 Witwen ihrer verstorbenen Amtsbrüder Freiwohnungen errichten. Bis 1968 dienten die Häuserzeilen mit der schmalen Gasse dazwischen als Altenwohnungen eben diesem Zweck – unter Beteiligung des Denkmalschutzes wurden die Gebäude bis 1974 restauriert und die einzelnen Wohnungen vermietet. Eine der historischen Wohnungen ist in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und vom Museum für Hamburgische Geschichte mit einer vollständigen Einrichtung aus der Zeit um 1850/60 ausgestattet worden. Sie vermittelt einen lebendigen, ja "hautnahen" Eindruck über das einfache und entbehrungsreiche Leben zur damaligen Zeit.
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