Mit Chrome Shelter präsentiert das Museum gegenstandsfreier Kunst die erste institutionelle Einzelausstellung des amerikanisch-kanadischen Künstlers Chris Dorland in Europa.
Dorland (geb. 1978, in Montreal, Kanada; lebt in New York, USA) zählt zu den international bedeutenden Positionen an der Schnittstelle von Malerei und digitaler Bildproduktion. Seine
Arbeiten sind unter anderem in Sammlungen wie dem Whitney Museum of American Art vertreten und wurden weltweit ausgestellt.
Ausgehend von digitalen Prozessen wie Scanning, Bildkompression und algorithmischen Störungen entwickelt Dorland hybride Bildoberflächen, in denen sich malerische Gesten, industrielle
Materialien und digitale Artefakte überlagern. Seine Werke thematisieren die Ambivalenz technologischer Systeme: Zwischen Fortschritt und Zerfall entstehen Bilder, die Wahrnehmung zugleich strukturieren und destabilisieren.
Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei Werkgruppen sowie eine neu entwickelte Videoarbeit. Ein raumgreifendes Ausstellungskonzept mit architektonischen Strukturen, reflektierenden Oberflächen und LED-Elementen erweitert die Präsentation. Der Ausstellungsraum wird selbst Teil der künstlerischen Arbeit und als dynamisches Gefüge aus Oberfläche, Licht und Reflexion erfahrbar.
Der Titel Chrome Shelter beschreibt eine zugleich schützende und filternde Struktur: eine Oberfläche, die Stabilität verspricht, während Fragmentierung und Störung sichtbar bleiben. Auf
diese Weise führen die Arbeiten Traditionen der ungegenständlichen Malerei durch die visuelle Logik zeitgenössischer digitaler Systeme fort. Dorlands Werke übertragen die gegenstandsfreie
Kunst konsequent in die digitale Gegenwart.
Chris Dorland-Chrome Shelter Ausstellungen
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