Mit Johann Sebastian Bachs Johannespassion eröffnet das Internationale Bachfest Hamburg sein 5-jähriges Jubiläum – mit einem Werk, das die Kraft des geschriebenen Wortes mit Musik verbindet, welche unmittelbar das Herz bewegt. »Im Anfang war das Wort«, schreibt der Evangelist Johannes und rückt damit die lebendige und schöpferische Kraft von Sprache ins Zentrum seiner Botschaft.
Die dramatische Kraft und die expressive Musiksprache der Passion entsprachen nicht ohne Weiteres den Erwartungen, die an die Kirchenmusik des Thomaskantors gestellt wurden. In Leipzig gab es Vorbehalte gegenüber einer Musik, die manchen Zeitgenossen zu »opernhaft« erschien. Und tatsächlich besitzen Bachs Johannespassion ebenso wie die später entstandene Matthäuspassion eine dramatische und szenische Kraft, die weit über eine rein musikalische Ausdeutung des Bibeltextes hinausgeht.
Mit ihren handelnden Personen, Dialogen, Chören, Arien und Rezitativen entwickeln sie eine Art Kirchen-Oper: Musiktheater im liturgischen Raum, nicht als Unterhaltung, sondern als unmittelbare Vergegenwärtigung des Passionsgeschehens. Gerade darin liegt auch ihre bis heute faszinierende Spannung: Bach erfüllt den liturgischen Auftrag – und erweitert zugleich die Ausdrucksmöglichkeiten der Kirchenmusik bis an die Grenze des barocken Musiktheaters.
Für diesen besonderen Auftakt versammelt sich ein hochkarätiges Ensemble: mit Klaus Mertens als Christus, dem gefeierten Ensemble Reflektor und dem CPE.Bach.Chor.Hamburg mit seinem künstlerischen Leiter Hansjörg Albrecht als Gastgeber.
BESETZUNG
CPE.Bach.Chor.Hamburg Chor
ensemble reflektor Ensemble
Marie-Sophie Pollak Sopran
Sarah Romberger Alt
Tobias Hunger Tenor
Fabio Trümpy Tenor
Klaus Mertens Bass
Krešimir Stražanac Bass
Hansjörg Albrecht Cembalo und Leitung
PROGRAMM
Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion BWV 245