Mendelssohns Sinfonie-Kantate »Lobgesang« ist ein Werk des Jubels, bestimmt für die Feierlichkeiten der 400-Jahr-Feier der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg, welche 1840 von der Stadt Leipzig mit besonderer Musik begangen werden sollte. Dafür schreibt Mendelssohn eine Festmusik, die irgendwo zwischen Kirche und Konzertsaal anzusiedeln ist: Die sinfonische Anlage, der Einsatz von Vokalstimmen und biblischen Texten und der Verzicht auf eine oratorische Handlung bilden die Besonderheiten der Komposition, die auch den inhaltlichen Bogen weit schlägt und die Erfindung des Buchdrucks in Parallelität zur geistigen Erleuchtung der Menschheit deutet.
In Verbindung mit dem Violinkonzert in e-Moll, welches als leidenschaftliches, romantisches Solokonzert längst zu den berühmtesten Konzerten überhaupt gehört, erklingen im Konzert zwei Werke aus gleicher Schaffensperiode und lassen uns so eintauchen in den Jubel und Aufbruch der 1840er Jahre in Leipzig.
BESETZUNG
Michaeliskantorei Kaltenkirchen Chor
Kammersinfonie Hamburg Kammerorchester
Lucy De Butts Sopran
Mirko Ludwig Tenor
Benjamin Günst Violine
Daniel Zimmermann Leitung
PROGRAMM
Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
- Pause -
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 »Lobgesang«