Wenn fernöstliche Ritualkunst auf europäische Klangikonen trifft, entsteht ein Abend von seltener Intensität: Beim diesjährigen Martha Argerich Festival entfaltet sich in der Laeiszhalle ein faszinierender Dialog der Kulturen. Den Auftakt bildet das poetische japanische Nō-Theater »Der Postbote von Nagasaki« – archaisch, meditativ und von großer Ausdruckskraft, getragen von Meistern wie Shōnosuke Ōkura und Yasushi Umewaka. Nach der Pause schlägt der Abend eine Brücke zu Ludwig van Beethoven: Mit elektrisierender Präsenz setzen Martha Argerich und Maxim Vengerov ihr bei der »Opening Night« begonnenes Projekt fort und widmen sich zwei seiner leidenschaftlichen Violinsonaten. »Japan trifft auf Beethoven I« ist ein außergewöhnliches Konzerterlebnis zwischen Stille und Sturm, Tradition und Virtuosität – ein Abend, der lange nachklingt.
BESETZUNG
Yasushi Umewaka Schauspieler
Shingo Kato Schauspieler
Maxim Vengerov Violine
Shonosuke Okura Ōtsuzumi
Akane Sakai Klavier
Martha Argerich Klavier
PROGRAMM
»Japan trifft auf Beethoven I«
»Der Postbote von Nagasaki« (Japanisches Nō-Theater) sowie Violinsonaten von Ludwig van Beethoven Violinsonaten
- Pause -
Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 12/3
Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 a-Moll op. 23