Ausstellung des zeitgenössischen deutschen Malers Rolf Rose, der quasi zufällig in der Nähe Glückstadts lebt und arbeitet (.... nämlich in Krempe)
Sobald man die Schwelle zu Rolf Roses Atelier überschreitet, taucht man in einen Kosmos ein, der allein der Farbe gehört. Sie ist hier kein bloßes Material, sondern eine alles durchdringende Kraft: Böden, Wände und Türen sind übersät mit einem dichten Geflecht aus getrockneten Schlieren und wilden Farbspritzern, die selbst das schlichte Inventar in ein zufälliges Kunstwerk verwandeln – ein stummes Zeugnis jahrzehntelangen, intensiven Schaffens.
In der Mitte des hohen, lichtdurchfluteten Raumes ruhen auf einem behelfsmäßigen Tisch kleine, eben erst vollendete Leinwände. Die Ölfarbe liegt dort in schweren, pastosen Bahnen, fast wie frisch gepflügte Erde. Tiefe, vertikale Wülste und Rillen strukturieren die Oberfläche, während in ihren Zwischenräumen verborgene Farbschichten hervorbrechen und lichtwerdend an die Oberfläche drängen. Es ist eine Kulisse, die alle Sinne anspricht: Der unverkennbare, leicht nussige Duft der in Öl gebundenen Pigmente sättigt die Luft und macht die Präsenz der Kunstwerke auch mit geschlossenen Augen greifbar.