Georg Friedrich Händel schrieb das Oratorium »Samson« unmittelbar nach dem »Messias«, seinem heute wohl bekanntesten und beliebtesten Oratorium. Zu Händels Lebzeiten stand Samson diesem in der Popularität jedoch kaum nach: Bis 1759 wurde das Werk allein in London 55-mal aufgeführt.
Die Geschichte Samsons aus dem Alten Testament ist in ihren Grundzügen auch heute noch bekannt: Samson, der übermenschlich starke Anführer des Volkes Israel, lässt sich von Dalila verführen und verrät ihr das Geheimnis seiner Kraft – sie liegt in seinem langen Haar. Während er schläft, schneidet Dalila ihm das Haar ab, sodass die Philister ihn überwältigen, gefangen nehmen und seines Augenlichts berauben können. Im Vertrauen auf Gott findet der jetzt blinde und in Ketten gelegte Held jedoch seine Kraft wieder, bringt den Tempel der Feinde zum Einsturz und stirbt schließlich selbst in den Trümmern.
Mit seinen 19 Chorsätzen besitzt Samson einen außergewöhnlich hohen Anteil an prachtvollen Chören, die wesentlich zur großen Beliebtheit des Werkes beigetragen haben. Doch Händel setzt in den Chören weit mehr ein als bloße musikalische Glanzpunkte: Sie sind kunstvoll in die Handlung eingebunden und verstärken die emotionalen Affekte und inneren Konflikte der Handelnden. So ist Samson trotz seiner zahlreichen Chöre kein Chordrama, sondern ein Meisterwerk musikalischer Charakterzeichnung, in dem Händel die dramatische Handlung und die seelischen Zustände seiner Protagonisten auf eindrucksvolle Weise vertont. Der Monteverdi-Chor Hamburg, die lautten compagney BERLIN und ein renommiertes Solist:innenensemble erwecken dieses Meisterwerk unter der Leitung von Antonius Adamske zu neuem Leben.
BESETZUNG
Monteverdi Choir Chor
lautten compagney BERLIN Ensemble
Daniel Johannsen Tenor
N.N. Sopran
N.N. Bass
Henryk Böhm Bass
Alex Potter Alt
Dorota Szczepańska Sopran