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CSD – Hamburg Pride

3. August 2019

Der Christopher Street Day in Hamburg zieht jährlich rund ca. 100.000 Besucher aus ganz Europa an, die zusammen ein Zeichen für Akzeptanz, Vielfalt und Lebensfreude setzen.

Über 30 Jahre reicht die Geschichte des CSD in Hamburg mittlerweile zurück. Damals, im Sommer 1980, gingen Homo-, Bi- und Transsexuelle in der Hansestadt erstmals in großem Stil für ihre Rechte auf die Straße.

Gleichberechtigung und Toleranz für alle

Ihre zugleich simple wie mutige Forderung: Gleichberechtigung und Toleranz für alle, egal, ob lesbisch, schwul oder hetero. Bis heute stellt der CSD Jahr für Jahr klare Forderungen an die Politik. Dazu gehören unter anderem die vollständige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und eine Reform des bestehenden Transsexuellengesetzes.

Unter dem Motto Grundsätzlich gleich – für eine bessere Verfassung steht der CSD in diesem Jahr. Es wird gefordert, den Artikel 3 des Grundgesetzes "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." um die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität zu ergänzen. Stefan Mielchen, Erster Vorsitzender von Hamburg Pride e.V., sagt dazu, dass diese Forderung bereits vor zehn Jahren geäußert wurde und sich seitdem nichts getan habe: "Es ist höchste Zeit, unsere Verfassung der gesellschaftlichen Realität anzupassen und den Diskriminierungsschutz auszubauen."

Beliebtes Volksfest mit phantasievollen Kostümen und jede Menge Show

In Hamburg hat sich CSD längst zu einem beliebten Volksfest entwickelt, das Jahr für Jahr mehr Besucher an die Elbe lockt - auch Heterosexuelle. Mittlerweile kommen jährlich rund 100.000 Besucher aus ganz Europa zur CSD-Parade und setzten damit ein Zeichen für Akzeptanz, Vielfalt und Lebensfreude. Drei Stunden lang ziehen knapp 40 Gruppen, PKWs und Trucks von der Langen Reihe (St. Georg) zum Jungfernstieg (Altstadt). Verschiedene Politiker führen jedes Jahr die Parade an. Auch mit dabei: phantasievolle Kostüme, heiße Beats und jede Menge Show. Die Bandbreite des Festivals erstreckt sich dabei von Pop, Elektro, Schlager und Rock bis hin zu Indie. Zentraler Bestandteil der Parade ist außerdem eine etwa halbstündige Kundgebung in City, auf der die Forderungen der Teilnehmer gut hörbar verlesen werden. Bereits seit einigen Jahren sind am CSD-Wochenende auch der Jungfernstieg und der Ballindamm fest in der Hand von Homo-, Bi- und Transsexuellen.

Hamburg Pride 2019 - Die wichtigsten Termine

  • 27.07. bis 04.08. Pride Week
  • 27.07. Pride Night: Offizielle CSD-Eröffnungsfeier
  • 28.07. bis 01.08. Pride House
  • 26.07. Pride Ahoi: Die Schiffsparade
  • 01.08. Regenbogentag
  • 02. bis 04.08. CSD-Straßenfest
  • 02.08. Electro Pride
  • 03.08. Demonstration
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