Teil 1: „Hafenland“

Es heißt Abschied nehmen von Hamburg (und wir freuen uns, Sie wieder zu sehen): Farewell to the City – von der Elbphilharmonie bis zum Museumshafen Övelgönne

© Dirk Russmann

Große Schiffe – AIDA PRIMA, MSC MUSICA, QUEEN MARY 2, etc. – liegen im Cruise Center Steinwerder. Langsam gleitet das Schiff auf die Norderelbe zu, um sich da stromabwärts in den Verkehr einzuordnen.

Beim Blick nach rechts sehen Sie:

  • die Elbphilharmonie
  • den Michel
  • die Landungsbrücken
  • die Fischauktionshalle
  • die Hafenstraße – die besetzten Häuser der Hafenstraße waren in den 1980er-Jahren ständig in den Schlagzeilen. Damals stritten hier Hausbesetzer und Stadt um die sanierungsbedürftigen Gründerzeithäuser, die verschwinden sollten. Heute sieht die Hamburger Hafenstraße bunt und fast schick aus. Die Lage ist jedenfalls großartig. Unten in den Häusern gibt es inzwischen mehrere Restaurants und Kneipen.

Für eine sichere und reibungslose Fahrt durch den engen und verkehrsreichen Hafenbereich sorgt hier übrigens der Hafenlotse, der das Schiff in den Hauptstrom begleitet.


Die Wegbegleiter

Lotsen sind für die Schifffahrt auf der Unterelbe unentbehrlich, denn sie sorgen für einen sicheren Schiffsverkehr zwischen Deutscher Bucht und Hamburger Hafen. Bereits im 14. Jahrhundert boten Fischer navigatorische Unterstützung auf der Elbe an. Die Lotsen kennen sich bestens in ihrem Revier aus mit all den Strömungsverhältnissen, Tiefen und Breiten der Fahrrinne. Die drei Lotsenstationen in Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven sind dafür rund um die Uhr besetzt. 

In Hamburg bringt der Hafenlotse das Schiff aus dem Hafenbecken oder dem Nebenfahrwasser in den Hauptstrom. Sie beraten auch die Kapitäne beim Anlaufen und Anlegen im Hafen. Besonders bei den riesigen Containerschiffen kommt es im engen und verkehrsreichen Hafenbereich auf jeden Zentimeter an. Bei Teufelsbrück übernimmt dann der Elblotse das Kommando. Auf der Höhe von Brunsbüttel geht der Seelotse an Bord und bringt das Schiff an Cuxhaven vorbei in die hohe See.

© Andreas Vallbracht

© Ottmar Heinze

Das Schiff hat nun den Bug Richtung Westen gedreht. Sie blicken auf das Dockland, welches sich durch seine ungewöhnliche Architektur nicht sofort als Bürogebäude outet. Es erinnert eher an einen Schiffsbug und hat die Form eines Parallelogramms, selbst die Aufzüge gleiten schrägt durch das Gebäude. Die 500 Quadratmeter große Aussichtsplattform des futuristischen Gebäudes bietet einen herrlichen Blick über den Hafen und das benachbarte Kreuzfahrtterminal. Es wurde vom Büro des iranisch-hamburgerischen Architekten Hadi Teherani entworfen und hat schon mehrere Preise gewonnen.


Der Erfinder.

Der Hamburger Reeder Albert Ballin (1857-1918) gilt als der „Erfinder“ der modernen Kreuzfahrt. Damals wurden Passagierschiffe ausschließlich im Linienverkehr eingesetzt und im Winter waren die Schiffe mangels Kundschaft kaum in Betrieb. Um die Winterflaute und die damit verbunden Verluste für die Reederei zu überbrücken, kam Ballin auf die Idee, eine Seefahrt anzubieten, die ausschließlich dem Vergnügen galt. So schickte er 1891 die AUGUSTA VICTORIA zu einer sogenannten „Bildungs- und Vergnügungsfahrt“ ins Mittelmeer. 

Die ersten Kreuzfahrt war komplett ausgebucht. Die betuchten Passagiere reisten in luxuriöser Bordausstattung und mit Unterhaltungsprogramm über Southampton und Gibraltar ins Mittelmeer bis nach Syrien und Ägypten, zurück über Malta und Lissabon an die deutsche Küste. Auch Ballin selbst ließ sich die Premiere nicht entgehen und begleitete die Vergnügungsreise für eine gewisse Zeit. Die Fahrt war ein großer Erfolg und ging als erste Luxus-Kreuzfahrt in die Geschichte ein. Entdecken Sie die Historie der Hamburger Kreuzfahrt!

© Breuer, Museum für Hamburgische Geschichte

Schauen Sie hier auch mal weiter nach oben, vielleicht entdecken Sie den Altonaer Balkon, von dessen Balustrade Ihnen möglicherweise ein paar Zuschauer zum Abschied zuwinken. Derweil zeigt sich zu Ihrer Linken die Köhlbrandbrücke – Deutschlands zweitlängste Straßenbrücke. Sie misst rund 3.600 Meter und überspannt den „Köhlbrand“ genannten Arm der Süderelbe mit einer lichten Höhe von fast 70 Metern. Die Brücke ist dem Auto- und Lkw-Verkehr vorbehalten. Nur einmal im Jahr darf hier die Elbe von Radfahrern gequert werden, wenn im Sommer rund 180 Profis – und vor ihnen rund 22.000 Jedermänner – an den Cyclassics teilnehmen.


Nachts im schwimmenden Museum

Mehrere historische Schiffe liegen im Hamburger Hafen. Neben dem Dreimaster RICKMER RICKMERS, dem Feuerschiff ELBE 1, dem U-Boot U434 auch die CAP SAN DIEGO. 1961 als Frachtschiff gebaut, hat es seit 1986 seinen festen Liegeplatz an der Überseebrücke. Dass man das Schiff besichtigen kann, ist keine Besonderheit. Was viele Hamburg-Besucher aber nicht wissen: Man kann in der CAP SAN DIEGO auch Zimmer mieten. Es gibt wohl kaum ein Hotel so dicht am Hafen wie dieses. 

© Filmförderung Hamburg Schlewig-Holstein GmbH

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