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Tobias Pietsch
© Andreas Vallbracht
Tobias Pietsch
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Tobias Pietsch
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Zuhause ist, wo der Anker fällt

Unterwegs mit Kapitän Tobias Pietsch

Warum an einem Platz verharren, wenn draußen neue Kontinente und Abenteuer warten. Und doch gibt es ihn: den Heimathafen, den Platz im Herzen, den Ort, an dem man sich zu Hause fühlt." Wenn Captain Tobias Pietsch nicht gerade mit der Wohlfühlflotte auf den Weltmeeren unterwegs ist, liegt er in seiner Heimatstadt Hamburg vor Anker. Wir haben ihn im Urlaub besucht und gemeinsam seine Lieblingsplätze erkundet.

Tobias Pietsch
© Andreas Vallbracht

Entspannung in der HafenCity

So richtig abschalten vom Job, geht das eigentlich? „Klar“, lacht Tobias, „in der Sauna zum Beispiel!“. Doch die Rooftop-Sauna, in die er uns bringt, übertrifft alles: Sehr stylisch im rauhen Charme von Container- und Schiffbaudesign entspannt man unter dem Dach des 25hours Hotel HafenCity direkt vis a vis zum Cruise Terminal. Es gibt sogar ein Logbuch: 25 Seeleute aus aller Welt erzählen darin ihre realen Geschichten.

"Da merkt man: man ist zu Hause." Tobias Pietsch, Kapitän

Das Wahrzeichen der Hansestadt

Inmitten der wunderschöne beleuchteten Skyline Hamburgs: die Elbphilharmonie. „Das Gebäude heißt uns hier jedes Mal willkommen, wenn wir in die HafenCity einlaufen. Da merkt man: man ist zu Hause.“ Das neue Wahrzeichen der Stadt ist nicht nur Konzertsaal, sondern eine spektakuläre Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe mit einem 360-Grad Blick über die Stadt, Hotel, Shop und Gastronomie. „Liegt gut im Wasser, man kann drin schlafen, essen, ausgucken und Konzerte hören – eigentlich wie bei uns an Bord!“ Kein Wunder, dass er die „Elphi“ so gerne hat.

Mein Schiff vor der Elbphilharmonie
© www.mediaserver.hamburg.de / Andreas Vallbracht
Elbphilharmonie Plaza Sonnenuntergang
© Jörg Modrow

Mit den Hafenfähren an den Elbstrand

Tobias' Lieblingsstrecke mit den Hafenfähren ist die 62er Linie raus zu den Elbstränden. Denn auch das hat Hamburg – Strandfeeling mitten in der Stadt. „An der „Strandperle“ sitzen, Schiffe gucken, den Sand zwischen den Füßen haben – das ist Urlaub!“, schwärmt er. Der Kult-Kiosk ist brechend voll, die Stimmung gut. Kinder und Hunde planschen in der Elbe, während die Containerriesen vorbeiziehen.

Tobias Pietsch
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Hafenfähren So einfach kommt ihr zum Elbstrand

Mit den HADAG Hafenfähren könnt ihr Hamburg wunderbar vom Wasser aus erkunden.

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In diesem Museum gibt es Decks statt Stockwerke

Den nächsten Halt machen wir im Internationalen Maritimen Museum. Eine riesige Schiffsschraube begrüßt uns und glitzert in der Sonne. „Das ist ein Museum genau nach meinem Geschmack: Hier gibt es nämlich keine Etagen, sondern Decks. Mal sehen, was auf der Brücke so los ist…“ 3000 Jahre Seefahrtsgeschichte sind hier zu sehen. Tobias schlendert an Schiffsmodellen von der chinesischen Dschunke bis zum Großsegler vorbei, dann geht’s Richtung Hochseekreuzfahrt. Neben vielen Modellen sind hier sogar Rettungsinseln von Bord ausgestellt.

Abtauchen in fremde Welten

Keine halbe Stunde später sind wir mitten im Orient. In der neuen Flora wird gerade für die Abendvorstellung von Aladdin geprobt. „Das Musical ist phantastisch. Ich habe ja schon so einiges gesteuert – ein fliegender Teppich war leider noch nicht dabei!“ Während Tobias ein bisschen mit Dschinnys Equipment spielt, wollen wir einem Seefahrer-Mythos auf den Grund gehen: Wie ist das eigentlich mit dem Sprichwort „in jedem Hafen ein anderes Mädchen“? „Tja….“, schmunzelt er. „ich kann euch mein Mädchen vorstellen!

In jedem Hafen eine andere Braut

Wir fahren ins Schanzenviertel, und schnell wird klar: Diese Dame hat Stil! Das „Alte Mädchen“ ist ein Braugasthaus und eine Craft Beer Bar mit stolzen 60 Sorten, vom heimischen Ratsherrn bis zu Flaschenbieren aus aller Welt. Freddy Quinn hat die Stadt Hamburg in seinen Liedern altes Mädchen genannt, erzählt Tobias. „So, Frage beantwortet?“, lacht er.

Tobias Pietsch
© Andreas Vallbracht

Ein nostalgischer Klassiker in Hamburg

Weiter geht’s: Tobias will uns zeigen, wie man sich die Stadt von unten anschauen kann, ohne nass zu werden - 24 Meter in der Tiefe. Wir sind im alten Elbtunnel, wo seit 1911 Menschen und Fahrzeuge auf die anderen Elbseite gelangen. Hier unten ist genauso ein buntes Treiben wie oberhalb: Fahrradfahrer, die auf dem Weg zur Schichtarbeit im Hafen sind, sausen an uns vorbei. Vom Wärterhäuschen aus werden wir begrüßt, dann geht es 425,5 Meter geradeaus durch die gekachelten Röhren. „Die Belohnung ist ein Blick auf die Stadt, den man so nicht kennt“, verspricht Tobias. Und tatsächlich: Auf der andere Seite angekommen liegt einem der Hafen zu Füßen.

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